Wie wenig wir wissen

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  • #7332

    Denkenderbuerger

    Interessant, wie wenig der Mensch selbst heute noch über das Klima und den Klimawandel weiß.
    Lesenswert!

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/korrektur-fuer-klimamodelle-unerwartete-umwaelzungen-im-nordatlantik/23934666.html

    Was mal wieder die Fragen aufwirft:
    Wieviel vom Klimawandel ist natürlich, wieviel vom Menschen verursacht?
    Was hat welche Auswirkungen?
    Und wie können wir dem begegnen?

  • #7333

    No-way
    Teilnehmer

    Musst du eigentlich aus jedem Pocket-Lesevorschlag deines Browsers hier einen eigenen Thread aufmachen, um dich als belesen darzustellen?

  • #7334

    EHope
    Teilnehmer

    Wir wissen wenig, das ist nicht interessant, sondern erschreckend.

    Sobald in Bezug auf den Klimawandel etwas Unerwartetes eintritt oder etwas (noch) nicht verstanden wird, kommt die Frage, wieviel vom Klimawandel durch den Menschen verursacht wird oder ob es sich doch (nur?) um natürliche Schwankungen handelt. Dann muss man ja nichts ändern?

    Der verlinkte Artikel bietet jedenfalls keinen Anlass zu der Frage.

    • #7335

      Denkenderbuerger

      Vielleicht sollte man den Klimawandel weniger in den Vordergrund der Diskussionen rücken und statt dessen eine andere Probematik focussieren:
      Unsere gesamte Zivilisation einschließlich aller positiver und negativer Folge- und Begleiterscheinungen basiert auf fossilen Rohstoffen. Diese sind aber endlich und gehen langsam aber sicher zur Neige. Deshalb sind da dringend Änderungen und ggf. eine völlig neues Zivilisations-Modell erforderlich.
      Dieser Argumentation wird sich auch keiner verwehren können, weil es schlicht und einfach so ist.
      Hinzu kommt doch ein anderer Aspekt:
      Alle Klima-Prognosen sind Rechenmodelle mit vielen, noch nicht oder nicht abschließend erforschten Unbekannten – siehe der genannte Artikel.
      Das Ende der fossilen Rohstoffe hingegen läuft am Ende auf eine simple Dreisatzrechnung mit weitgehend bekannten Fakten hinaus. Und die Dreisatzrechnung haben wir alle mal in der Schule gelernt.
      Manchmal sieht man eben den Wald vor Bäumen nicht!
      Da habe ich schon mehrfach gesagt, das können oder wollen nur viele in der Blindheit der Klimawandel-Panik nicht sehen und begreifen.

      • #7474

        SusanneFrank
        Teilnehmer

        Damit wir die Argumentation mal etwas kritischer betrachten; In deiner Antwort höre ich die konkrete Botschaft vor lauter schallender Problemhülsen nicht. Anders gesagt, feuerst du mit sehr subjektiven Aussagen um dich, ohne ein Ziel festzulegen oder den erforderlichen Munitionstyp der Debatte zu nutzen.

        „Dieser Argumentation wird sich auch keiner verwehren können, weil es schlicht und einfach so ist.“

        Aus objektivistischer Sicht kann ich mich sehr wohl vor diesen Pseudolehren verantworten; Es ist grundlegend falsch zu sagen, dass wir ein vollkommenes oder überarbeitetes Zivilisationsmodell bräuchten – der laissez-faire Kapitalismus als solches Modell (nicht nur mit wirtschaftl. sondern gesellschaftlichen Richtlinien) baut auf der Freiheit auf (und wahrt sie), die du nutzt, um dir eine Meinung über das Thema bilden zu können – diese Freiheit, die du erwartest, damit Menschen in Achtsamkeit und Einklang mit der Natur leben! Zurückblickend gab es diverse epochale zivilisatorische Manifeste, die Grund für eine neue Form von Zusammenleben legten, aber jedes Modell (wie auch moderne Modelle) hat auch nach holistischer Ausarbeitung Schwachstellen, die auf irrationales (subj. gespr. „menschliches“) Verhalten zurückzuführen sind, welches eben nicht pauschal in so einem System berücksichtigt oder gar einkalkuliert werden kann. Deswegen bleiben diese Modelle oder Konzepte das, was sie sind: (weltbildnerische) Theorien! Man kann sich ihnen in der (politischen) Praxis nur annähern.
        Was wir brauchen ist Akzeptanz und lösungsorientiertes Handeln + wir dürfen uns nicht kontinuierlich Schuldverbrechen zuordnen, sondern müssen Verantwortung für unser Handeln übernehmen. Der Begriff Schuld, der auch bei vielen Klimadebatten Einzug findet, ist ein vorbehaftet negativer und sehr flexibel zuordenbarer Begriff. Er selbst stellt eine Worthülse dar, die leicht mit postfaktischen Wahrheiten überfüttert und auf beliebig viele Ziele abgefeuert werden kann.

        Wenn du jedoch fundierte Lösungen für das Klimaproblem hast, die aus einem  zugeschnittenen Zivilisationsmodell hervorgehen, dann teile uns diese doch mit, anstatt mit pseudodialektischer Polemik um dich zu werfen und vermeintliche Wahrheiten zu zitieren; Unsere durch die Globalisierung dominierende Zivilisation (dieser Welt) basiert nicht auf fossilen Rohstoffen, sondern auf Geld, das seinen Wert einem intuitiv akzeptierten Wertemaßstab verdankt, der sich wiederum durch das abstrakte Bedürfnis nach Macht zu streben erklärt. Dass wir diese Rohstoffe in Übermaß nutzen lässt sich durch viele gesellschaftliche Missstände erklären, die sich alle auf eine Machtungleichheit zurückführen lassen. Die Energiegewinnung auf andere Quellen auszulagern würde lediglich die Symptome behandeln.

        Zumal solltest du bei deinem Vorschlag für ein neues Modell die notwendige organische Entwicklung einbeziehen, welche folgende soziale Generationen durchlaufen müssen, bis die Prinzipien des neuen Modells auch nur ansatzweise die Denkweise und Erziehung einer Zivilisation durchziehen.
        Verstehe mich nicht falsch, ich bin selbst ein Gegner der Klimawandel-Panik und fordere aufgeklärte Debatten, bei dem wohl wichtigsten Thema der Welt (!). Jedoch führen genau solche Kommentare wie deine, zu (politischer) Unsicherheit und bewirken das Gegenteil zu deinen (vermutl.) gut gemeinten Absichten, weswegen ich mir auch gerne die Zeit nehme, um dieses Problem mit Ernsthaftigkeit ausführlich zu behandeln.

      • #7765

        Ancher
        Teilnehmer

        Hey Susanne,

        ich wollte mich nur kurz für den ausführlichen Beitrag bedanken, fasst er doch zumindest mal im großen und ganzen die wichtigsten Problemfelder zusammen. Ich werde es mir als Blaupause nehmen ;).

        Gruß,

        Anne

  • #7434

    utapika
    Teilnehmer

    Ich denke man weiß genug um zu wissen, dass es brandgefährlich ist und zu wenig gemacht wird!

  • #7688

    norbert-brummer
    Teilnehmer

    Die Sache ist doch die:

    Das sich das Klima so schnell wie noch nie verändert ist klar. Das der Mensch mit seinem Verhalten dazu beiträgt ist zumindest eine logische Schlussfolgerung.

    Die aufgezeichneten Daten des Klimas zeigen, dass zumindest eine Hypothese bzgl. der Industrialisierung und dem Klimawandel besteht.

    Wir können also, vereinfacht gesagt, zwei Dinge tun:

    1. wir gehen davon aus das der Mensch nichts mit dem Klimawandel zu tun hat und machen weiter  wie bisher

    2. wir gehen davon aus das dem Mensch den Klimawandel verursacht und versuchen gegen zu steuern.

    Das Ergebnis von Punkt 1. wäre, dass es ein nicht geringes Risiko beinhaltet das uns die ganze Scheiße demnächst um die Ohren fliegt. Bestenfalls leben wir in einer gnadenlos verschmutzten Welt und müssen die finanziellen, ökologischen und sozialen Folgen tragen

    Das Ergebnis von Punkt zwei wäre, dass wir beim Versuch das Klima zu retten so ganz nebenbei auch noch anderen Naturschutz betreiben was ja nie verkehrt ist. Umweltschutz ist mittelfristig gesehen billiger, erzeugt einen schöneren Planeten mit höherer Artenvielfalt und das soziale Ungleichgewicht wird zumindest nicht noch weiter befeuert.

     

    Mir könnte es  ja grundsätzlich egal sein wie sich die Menschheit entscheidet. Ich bin im fortgeschrittenem Alter und habe keine Kinder. Ich könnte also sagen: „Nach mir die Sintflut.“ Aber das wäre nicht nur ein unangebrachtes Wortspiel sondern auch egoistisch. Wie wäre es wenn man grundsätzlich mal nett zueinander wäre?

    Und dazu gehört eben auch das man den Enkelkindern keinen Müllhaufen hinterlässt, egal ob überhitzt oder nicht.

    Erschütternd das wir solche Unterhaltungen noch immer führen müssen…  🙁

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