Wie viel kostet eine neue Wärmepumpe, gibt es da Erfahrungen?

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  • #9405

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Meine Frau und ich träumen jetzt schon länger von einem eigenen Haus und würden am liebsten selbst bauen. Bis dahin ist es noch lange hin, wir sind gerade eher so am brainstormen und gehen verschiedene Aspekte durch, da so ein Projekt ja wirklich viel Planung erfordert. Bei vielen Dingen wissen wir schon so einigermaßen was & wie, allerdings ist die Heizungsfrage noch offen. Wir wollten auf alle Fälle etwas umweltfreundliches und hätten auch gern eine eigene Photovoltaikanlage. Deswegen ist jetzt die Überlegung, ob wir nicht mit einer Wärmepumpe heizen wollen. Gibt es hier Mitglieder, die ebenfalls so heizen? Was gibt es da zu beachten, ist das die beste Methode für die Umwelt und was kommen da circa für Anschaffungskosten dazu? Gleicht sich das mit den laufenden Kosten wieder aus? Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps.

  • #9407

    EmmaB
    Teilnehmer

    Dann wünsche ich euch mal gute Nerven und Gelassenheit;)

    Ist aber schon mal ein guter Anfang wenn ihr da jetzt schon alles plant. Zumindest einen groben Überblick braucht ihr schon. Habt ihr euch denn schon bei irgendwas beraten lassen oder ist das noch alles in Eigenregie?

    Ich halte ja Baumessen für eine gute Idee, sich an einem Ort mal einen Überblick zu verschaffen und mal zusehen was es neues gibt und auf was man alles achten muss. Eventuell gibt es so etwas ja in eurer Nähe.

    Ich halte eine Wärmepumpe für eine gute Idee. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage bringt euch das bestimmt sehr viel. Geringe Wartungskosten, extrem geringe Stromkosten und im Grunde kein Aufwand wenn ihr es gleich von Anfang an so plant. Man müsste halt schauen wie euer Bauplatz liegt, ob da genug Sonne im Winter hinkommt.

  • #9421

    utapika
    Teilnehmer

    Bei Wärmepumpen muss man doch, meiner Erinnerung nach, auch auf so Dinge wie Grundwasserpegel achten, der die erforderliche Qualität mit sich bringt. Manchmal muss man da auch irgendwelche Behörden mit einschalten, von denen man sich eine Genehmigung holen muss.. (Bergbehörde oder Wasserbehörde, je nachdem wie tief man bohren muss). ALlerdings sollte sowieso nicht über 20 m tief gegraben werden

    Und man braucht eine externe Energiequelle, damit die Pumpe die Wärme temperieren kann für das Heizsystem ..

    Aber sie hat glaube ich mindestens genauso viele Vorteile, wenn nicht sogar noch mehr. Bin immer dafür, erneuerbare energien zu verwenden. Denn nur wenn wir etwas testen, können wir es anschließend verbessern 🙂

  • #9440

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Gute Nerven sind auf alle Fälle schon mal wichtig – für das gesamte Projekt nehme ich an 😉 Beraten lassen haben wir uns noch gar nicht, ich denke wir wollten uns erstmal generell überlegen, in welche Richtung wir wollen und dann nach spezifischerer Beratung schauen. Wobei das mit den Wärmepumpen jetzt doch schon relativ fix ist, wir wissen eben nur nicht, welche Variante. Das mit der Photovoltaikanlage war eben auch unsere Überlegung, auf Dauer zahlt sich das bestimmt aus. Messen sind eine sehr gute Idee, ich erkundige mich mal, was es da so gibt in nächster Zeit.

    Braucht man diese Genehmigungen generell bei allen Wärmepumpen? Das macht den Prozess natürlich etwas komplizierter, wobei sich das auf Dauer bestimmt auszahlt. Und wird vermutlich nicht der einzige Papierkram sein, mit dem wir uns dann rumschlagen müssen…

  • #9461

    EmmaB
    Teilnehmer

    Die Genehmigung braucht man meiner Meinung nach nur bei einer Tiefenbohrung. Wenn man sich da beispielsweise eine Luftwärmepumpe hinstellt, braucht man nichts. Das geht ja auch relativ einfach.
    Bei Wärmepumpen sehe ich schon viele Vorteile, wenn man gerade am Planen ist, sollte man schon auf diese Wärmequelle setzen. Ist einfach nachhaltig und auch auf lange Sicht günstig.
    Lass dich mal beraten oder gehe gleich zu einem Hersteller wie Vaillant und lasse dich vor Ort beraten. Da sind auch weniger Leute. Bei Messen hat man halt alles rund ums Haus auf einen Fleck. Für den ersten Überblick ist das sicher ideal und spart Zeit.

  • #9501

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Ja, wenn ich das richtig gesehen habe, stellt man sich die Luftwärmepumpe ja eigentlich mehr oder weniger nur hin, da muss man ja nichts graben und so weiter. Messen finde ich super, wir werden am Wochenende nach Wels auf die Energiesparmesse gehen, dort kann man sich sicher zum Thema Wärmepumpen und zum Thema Photovoltaik einiges anschauen und sich beraten lassen- zwei Fliegen mit einer Klappe quasi. Und dann kann man ja immer noch zu einem speziellen Hersteller gehen, einige haben ja auch Showrooms wo man sich das dann im Detail anschauen kann, sicher gut das mal so veranschaulicht zu sehen. Habt ihr selbst eine Pumpe?

  • #9539

    EmmaB
    Teilnehmer

    Ja wobei ich denke, es gibt auch solche Geräte, die man sich in den Keller stellt. Die meisten werden zwar draußen aufgestellt, aber es geht auch im Keller. Oder vielleicht sind das auch nur Zusatzgeräte, die man braucht.
    Und wart ihr auf der Messe?
    Habt ihr euch beraten lassen? Wenn ja, was wurde euch da gesagt?
    Wenn ihr auf der Messe wart, habt ihr ja jetzt einen Überblick. Jetzt könnt ihr euch gezielter umsehen.
    Ich habe noch keine Wärmepumpe, habe das nur bei Freunden ein wenig mitbekommen als die gebaut haben.

  • #9547

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Ja, oder eben nach draußen -kommt auf das Grundstück drauf an und wie man es eben haben will. Ja, wir waren auf der Messe, das war sehr interessant und aufschlussreich, haben uns mit Vaillant unterhalten, die haben sehr kompetent gewirkt und da haben wir jetzt auch noch einen extra Beratungstermin ausgemacht. Im Moment tendieren wir zu einer Luftwärmepumpe aber ich denke bei dem Termin kann man sonst auch nochmal genau durchgehen, welche Optionen es gibt und welche die besten für uns wären.

  • #9646

    EmmaB
    Teilnehmer

    Da muss man wohl vieles bedenken aber wenn ihr erst in den Planungen steckt dann kann man da sicher genau das aussuchen, was zu einem und seinem Haus passt..
    Am besten du machst dir überall Gedanken dazu und schreibst sie auch auf für später. Man lernt ja auch in Laufe der Planung dazu und dann kennt man sich sicher auch auf den ein oder anderen Bebiet selbst aus.

  • #9773

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Planung wäre ja etwas hochgegriffen, wir sammeln ja nach wie vor Informationen, um herauszufinden, welches für uns die besten Möglichkeiten sein könnten. Nach der guten Beratung von Vaillant steht aktuell eine Luftwärmepumpe oben auf der Liste mit unseren Vorstellungen, da wir glauben, dass eine solche für unsere Bedürfnisse am besten passen könnte. Dazu lernen werden wir aber weiterhin, natürlich. Danke für eure Meinungen und Tipps!

  • #9791

    utuser
    Teilnehmer

    Eine Wärmepumpe lohnt sich nur, wenn man ein geringes Temperaturgefälle hat.
    mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe heizt man eigentlich mit Strom, wenn man die Umgebungsluft als Ausgang nehmen muss.
    Außerdem ist heizen mit Luft immer auch mit Konvektion verbunden (Luftbewegung).
    Das ist nicht gerade gemütlich und bewegt immer auch Staub.
    Das Haus, wenn es als Niedrigenergiehaus gebaut worden ist, würde ich mit Strom heizen, den ich durch eine (schlaue) Photovoltaikanlage gewonnen hätte.
    Weil man aber auch ohne Sonne im warmen sitzen möchte, muss der Strom gespeichert werden. Heizt man mit Strom aus der Steckdose zu, ist das momentan bei der Elektro-Energie-Politik noch zu teuer (EEG).
    Elektrisch heizen bedeutet: Gute Regelbarkeit, geringe Installation, gezielte Strahlungsheizung…
    Ansonsten geht auch eine normale Gas-Brennwert-Therme mit Strahlungsheizkörper-ist einfach gemütlicher und heizt nicht das ganze Volumen.
    Wenn allerdings neu gebaut wird, dann ist auch der Architekt gefragt!
    Es gibt Energieberater, Energiepässe…
    Jedoch Vorsicht! Besser ist man eigene Ahnung. Dann entlarvt man „Blindgänger“.

  • #10041

    EmmaB
    Teilnehmer

    Und was ist dann wenn man selbst ein wenig auf die Umwelt achten möchte?
    Dann wird man wohl niemandem raten mit Strom zu heizen der aus der Steckdose kommt.
    Man kann ja auch seine eigene Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage koppeln. Dann erzeugt man den Strom, den die Wärmepumpe benötigt selbst. Spart letztlich Kosten und ist auch um einiges nachhaltiger als den Strom aus den Kohlekraftwerken zu verbrauchen.
    Ich gebe dir aber soweit recht, dass es sehr wichtig ist sich zu informieren. Würde dabei nicht sagen um „Blindgänger“ zu entlarven sondern einfach um das beste Konzept für sich zu finden.

  • #10089

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Eine Gastherme haben wir derzeit in der Wohnung, in Zukunft würden wir gerne weg von fossilen Energien, auch wenn das mit Gas sicher eine tolle Brückentechnologie ist! Was Wärmepumpen angeht, wurde uns bei Vaillant erklärt, dass WPs die Wärme aus Erdreich, Grundwasser und Luft nehmen und in Heizwärme umwandeln. Dazu wird natürlich durchaus etwas Strom benötigt, es ist jetzt aber nicht so, als würde nur mit Strom geheizt. Wir würden gerne auf eine moderne und effiziente Wärmepumpe des Herstellers setzen und das dann mit einem Niedrigenergie- oder Passivhaus kombinieren. Mittelfristig auch mit einer PV-Anlage. Danke auf jeden Fall auch für den Tipp mit dem Energieberater, habe ich notiert!

  • #10094

    EmmaB
    Teilnehmer

    Ja, Wärmepumpen entziehen Wärme. Kommt dann eben auf die Art darauf an, woher sie diese Wärme ziehen – Luft, Wasser oder dem Boden. Das machen sie mit Strom. Je Kühler die Temperaturen desto mehr Strom wird benötigt. Ist irgendwie so wie ein umgekehrter Kühlschrank. Aber bei normalen Wintertemperaturen wird da nicht so viel Strom verbraucht. Natürlich ist es dann super wenn man es mit einer Photovoltaikanlage koppeln möchte. Dann bist du natürlich ganz autark. Sofern du auch im Winter genug Sonneneinstrahlung auf deinem Hausdach hast und so Strom erzeugt werden kann.
    Bei den Wärmepumpen ist auch angegeben bis wie viel Grad da Wärme erzeugt werden kann. Also ab wann man eine gewisse Grenze an Stromverbrauch übersteigt oder so. Darauf vielleicht auch mal achten.

  • #10095

    Schnuckiputz
    Teilnehmer

    eine wärmepumpe brauch man ja dann auch nur im Winter, wo sie dann auch am meisten Strom verbraucht, weil so ein niedriges Temperaturgefälle, gibt es ja einfach nicht mehr. Und im Sommer ist sie überflüssig. Ob sich das dann so lohnt? Ich weiß nicht….

  • #10160

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Dass man Wärmepumpen ausschließlich im Winter braucht, ist sicher nicht so. Bei der Beratung bei Vaillant wurde uns auch erklärt, dass einige moderne Wärmepumpen von ihnen auch eine Kühlfunktion haben, die man im Sommer nutzen kann. Ich stelle mir das bequem vor und mit einer PV-Anlage kann man sogar den Strom selbst erzeugen.

    Im Winter ist es bei uns schon oft etwas verschneit, aber nach dem was uns vorgerechnet wurde, sind WPs auch im Winter noch sehr energieeffizient. Nachdem, was wir bis jetzt in Erfahrung gebracht haben, dürfte sich das durchaus lohnen. Und fossile Brennstoffe wie Öl kommen für uns so und so gar nicht in Frage.

  • #10217

    EmmaB
    Teilnehmer

    Also als überflüssig würde ich sie nicht bezeichnen. Auch im Sommer kann man die Wärmepumpe verwenden. Mittlerweile gibt es sehr viele Wärmepumpen mit denen man im Sommer auch kühlen kann. Heißt dann also im Winter heizt man und im Sommer kühlt man. Also für mich ergibt das schon sehr viel Sinn.
    @ Schnuckiputz Welche Art des Heizens würdest du denn sonst empfehlen? Was sollte den besser sein als eine Wärmepumpe?

    Wenn man ein Haus neu plant, dann kann man doch gleich auf eine Wärmepumpe zurückgreifen. Würde erst über eine Alternative nachdenken wenn das nicht möglich wäre oder man in einem Tal wohnt, in dem im Winter nie die Sonne scheint und es immer -20 Grad hat.

  • #10341

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Selbst wenn man in einem Tal wohnt, was ja hier in Österreich wohl gar nicht mal so selten der Fall ist, kann eine Wärmepumpe dennoch eine energieeffiziente Lösung sein. Denn selbst wenn es an der Erdoberfläche Minusgrade hat, kann durch eine tiefe Bohrung zum Beispiel Energie aus dem Erdreich oder teils dem Grundwasser gewonnen werden. Bei modernen Wärmepumpen wird für die Heizenergie wirklich nur ein kleiner Bruchteil Strom eingesetzt. Der Rest wird umweltfreundlich aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft genommen. Und ja, natürlich sollte man sowas gut planen, deswegen hatte ich ja begonnen Fragen zu stellen. Danke euch für die Tipps und Gedankenanstöße!

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