Welche Nusssorten kommen aus Deutschland oder Europa?

Schlagwörter: , ,

  • Autor
    Beiträge
  • #1947

    Liebe Leute, ich esse gern Nüsse, bin aber gegen Haselnüsse und Mandeln allergisch. Nun kam ich mal drauf, die Herkunftsländer anzuschauen – und bemerkte entsetzt, dass nichts in meinem Biomarkt auch nur aus Europa kam … habt Ihr Tipps? Zumindest Walnussbäume gibt es doch theoretisch auch in Deutschland?

    gepostet in der Utopia-Facebook-Gruppe von Agneta

    Anmerkung der Redaktion:

    Wir übertragen ab und an Beiträge aus der Utopia-Facebook-Gruppe in unseren Gruppenbereich, weil wir glauben, dass die Antworten dazu spannend und wertvoll für verschiedene Nutzer sein können, die eventuell nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs sind. Deshalb freuen wir uns auf euren Input.

  • #1957

    Maria_L
    Teilnehmer

    Was den professionellen Anbau und Verkauf angeht, so sieht das in der Tat in DE mager aus.
    Interessant finde ich auch die Bestimmungen zur Herkunftsangabe bei geschälten bzw. ungeschälten Nüssen:
    http://www.lebensmittelklarheit.de/forum/ursprungsland-nuesse
    Man kann das also noch nicht mal richtig nachvollziehen, wo sie her kommen.

    Gewerbliche Anbauer gibt es nur in den milden Weinbauregionen, weil die Walnüsse sehr empfindlich gegen Spätfröste sind. Also nicht die Pflanze, aber die Blüten / Fruchtansätze.
    Davon kann eigentlich in DE niemand wirklich leben.

    Walnüsse werden oft in kleinen Mengen von Privat verkauft.

    Bei uns in der Nähe gibt es einen Bauern, der zwei Bäume hat und sehr sorgfältig erntet und trocknet.
    Letzteres ist wichtig, damit die Nüsse lange halten und keinen schädlichen Schimmel entwickeln.

    Das ist der absolute Geheimtipp und man muß schon im Juli anrufen, wenn man im Herbst welche will. Manchmal hat er auch keine, wenn das Wetter schlecht war.

    Vielleicht gibt es ja eine solche Quelle in der Nähe der Fragestellerin auch.

    Evt. bei Ebay-Kleinanzeigen suchen. Aber Vorsicht, daß es auch seriös aussieht.
    Nicht daß jemand billig Nüsse im großen Stil im Ausland kauft und dann als angeblich selbst geerntet verkauft. Und wenn sie schlecht getrocknet waren, hat man evt. Pech und alles verschimmelt.

    Ansonsten mal bei https://mundraub.org/ nach W. für Selberernte suchen.
    Aber bitte vor der Ernte von vermeintlich ungenutzten Nüssen fragen, wenn sie nicht absolut frei in der Landschaft stehen.
    Sonst kann auch Mundraub Ärger machen.

    Interessante Ansätze gibt es in unseren Nachbarländern:
    Österreich Nussbörse im Burgenland
    http://diepresse.com/home/leben/ausgehen/3825071/Woher-die-Nuesse-kommen
    Schweiz – Graubünden: Die Vermarktungsorganisation Alpinavera setzt sich für den Anbau von Walnüssen in Graubünden ein, damit die Nüsse für die berühmte Engadiner Nusstorte endlich nicht mehr aus dem Ausland importiert werden müssen.
    https://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/spezialkulturen/chance-fuer-buendner-walnuesse-13245.html
    Ich weiß nicht, wie das Projekt aktuell gediehen ist. Seit wir keinen Bio-Handel mehr betreiben (damals waren wir Partner von Alpinavera), bin ich nicht mehr auf dem Laufenden.

    Diese Projekte brauchen einen langen Atem, weil Walnüsse sehr langsam wachsen und neue Plantagen viele Jahre benötigen, bis die erste Ernte anfällt.

    Für DE habe ich das hier gefunden:
    http://www.schwarze-nuesse.info/
    Vielleicht kann man darüber ja an Adressen von Anbietern aus der Pfalz kommen, die auch die unverarbeiteten Nüsse verkaufen.

    Eine andere Möglichkeit wäre die Kontaktaufnahme zum BUND Naturschutz.
    Die fördern Streuobst-Projekte. Da kann man dann bei einer Anlage Pate werden, mit helfen bei der Betreuung und Ernte.
    Bei uns in der Nähe ist eine solche Plantage und da hat es auch einen Walnussbaum.

  • #1961

    freisein
    Teilnehmer

    Alnatura verkauft Haselnüsse aus Italien. Die schmecken nicht so muffig wie die von Dennree aus der Türkei. Bio Walnüsse gibt es in der Regel aus Frankreich.

  • #2031

    verodwen
    Teilnehmer

    Ich kann folgenden Shop empfehlen, allerdings geht es hier nur um Haselnüsse. Die Fragestellerin ist gegen die Nüsse leider allergisch, aber vielleicht ist es ja für andere interessant:

    http://www.martls-haselnuss-shop.de/

    Es handelt sich dabei um ein kleines Familienunternehmen. Die „Plantage“ befindet sich im Erdinger Moos, ca. 35 km östlich von München. Es gibt auch einen Hofladen, falls also jemand in der Nähe wohnt, kann er die Nüsse auch direkt dort kaufen 🙂

  • #4043

    KiWiLa
    Teilnehmer

    hei,

    man könnte auch beim Forstwirt nachfragen ob im ansässigen Wald irgendwelche Nussbäume sind und dann natürlich fragen ob man dort auch Nüsse sammeln darf.

    Theoretisch kann man auch nach Bucheckern, Eicheln oder Esskastanien suchen, die kann man nämlich auch essen wobei Bucheckern nur in kleinen Mengen zu essen sind und Eicheln müssen abgekocht werden. Früher hat man die auch als Kaffee-Ersatz genommen aber ich weiß noch von meiner Oma das die immer gesagt hat das Kaffee aus Eicheln fürchterlich schmeckt und sie lieber  auf Bohnenkaffee gewartet hat oder wenn es was anderes sein sollte dann eher Gersten Kaffee getrunken hat. Und ich glaube hier im Norden sind Esskastanien auch eher seltener, ich vermute, das die ganzen gute Nüsse im Süden wachsen. Naja sonst eben nur noch die Walnüsse und Haselnüsse die man auch hier findet, aber die Fallen ja weg zumindest die Haselnüsse.

  • #6948

    EHope
    Teilnehmer

    Hallo,

    Walnüsse wachsen in Deutschland, auch im Norden. Ich habe meinen Bedarf bei einem Biobauern gedeckt, er hat einen Walnussbaum auf seiner Pferdewiese. Hier konnte ich so viele aufsammeln, wie ich brauche.

    Ein Walnussbaum wirft oft mehr ab, als die Besitzer selbst essen können. Schaut doch mal bei https://mundraub.org/map vorbei.

    • #6965

      gruenebine
      Teilnehmer

      Nette Idee bzw Karte, könnten vielmehr Leute die Fundorte eintragen…

  • #6966

    gruenebine
    Teilnehmer

    Einen Walnussbaum pflanzen wenn man ein wenig Garten oder Rasenfläche hat! Das geht sogar in Großstädten.

    • #8957

      …ein wenig Garten ist wohl zuwenig, die Dinger können ziemlich groß werden.

  • #7140

    SissyHofferer
    Teilnehmer

    Walnussbäume gibt es auf dem land sehr viele

    • #8958

      … immer weniger bei mir : der eine Jungbauer sägte sie ab, wegen Ertragssteigerung, der nächste, als die Oma wegzog und keiner mehr die Nüsse sammelte und nebenan haben sie dutzende Bäume gefällt um nicht Nager damit zu ernähren.

      Auf dem Lande kauft man Nüsse im Supermarkt und der Kartoffelbrei kommt aus der Tüte, „brave new world“.

  • #7145

    No-way
    Teilnehmer

    Mandeln gibt es auch aus Spanien, Pistazien aus der Türkei und Esskastanien zählen ebenfalls zu den Nussarten, die gibt es vor allem in Süddeutschland und Frankreich, soweit ich weiß.

    Die Haselnuss ist wohl die älteste heimische Nuss, die aber nach Tschernobyl stark belastet wurde. Wie hoch die Belastung noch immer ist weiß ich nicht.

     

  • #7146

    No-way
    Teilnehmer

    Hier noch ein paar essbare Samen, die vielleicht auch für Nussallergiker geeignet sind und die auch von hier kommen (können).

    Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanfsamen, Leinsamen

  • #9009

    Penguinpaul
    Teilnehmer

    Meine Eltern haben einen Walnussbaum! Es variiert zwar von jahr zu Jahr, wie viel man da wirklich von hat aber die Nüsse sind wirklich gut und kommen aus dem eigenen Garten!

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.