Was würdet ihr in der Schwangerschaft anders machen?

  • Autor
    Beiträge
  • #8656

    Yeasti
    Teilnehmer

    Die Frage richtet sich wohl eher an alle Eltern, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben. Mich interessiert was ihr im Nachhinein anders (oder vielleicht genauso?) machen würdet.

    Ich hatte nämlich just eine Diskussion darüber, dass es mittlerweile so viele Hilfsmittel gibt: Hebammen, Stillhilfen, Ratgeber etc… die Frauen früher seien aber auch gut zurecht gekommen. Daher stellte sich die Frage, ob man das alles wirklich braucht oder ob das Bauchgefühl, der elterliche Instinkt so verloren geht.

  • #8657

    Jorti
    Teilnehmer

    Ich denke, deine Frage kann man nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten.

    Auf der einen Seite hat ein verantwortungsvollerer Umgang mit Schwanegrschaft, Geburt und Kinderheit, mit besserer Hygiene und medizinischer Versorgung dazu geführt, dass die Kidnersterblichkeit in den letzten Jahrzehnten erheblich abgenommen hat: sind im Jahr 1950 noch ca. 55 Kinder pro 1000 Geburten gestorben, sind es jetzt keine 5 mehr. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kindersterblichkeit#/media/Datei:Germany-under-five-mortality.svg

    Gleichzeitig sehe ich es auch sehr kritisch, dass bspw. an diesen Roboter Nannys so viel geforscht wird. Ob das wirklich einem Kind auch gut tut, wenn ein Robtoer es erzieht, zu Bett bringt, mit ihm kuschelt, das wage ich zu bezweifeln und finde die Vorstellung ehrlich gesagt ziemlich gruselig (https://www.deutschlandfunkkultur.de/roboter-im-haushalt-die-nanny-aus-metall.2165.de.html?dram:article_id=342064)

    Btw. sind Hebammen jetzt keine Erscheinung der Neuzeit. Hebamme ist einer der ältesten Frauenberufe, die älteste Überlierferung stammt aus dem 3. Jahrtausend vor Christus (https://de.wikipedia.org/wiki/Hebamme#Altertum)

    Ich denke, dass einige Hilfsmittel schon sinnvoll sind, sie helfen einem einfach sehr in der Schwangerschaft und der Stillzeit. Meine Schwester hatte zum Beispiel immer sehr große Probleme mit dem Stillen, weil sie phasenweise zu wenig Muttermilch produziert hat.

    Und da sie ungerne oder nur im Notfall auf künstliche Säuglingsnahrung zurückgreifen wollte hat sie sich eine sehr hochwertige Milchpunpe geliehen, mit der das abpumpen in „guten zeiten“ ein Kinderspiel war (siehe hier: https://www.mamivac.com/de/) Das würde sie auf jeden Fall wieder tun.

  • #8710

    Amberjack
    Teilnehmer

    Ich denke der Punkt ist ganz wichtig. Mittlerweile gibt es für fast jedes Wehwehchen einen Ratgeber.  Man schlägt sofort alles nach und überlegt aber gar nicht mehr selbst. Klar, manchmal ist es schön eine schnelle Antwort zu bekommen, aber den eigenen Weg zu finden ist so viel schwerer.

    Auch bei den Hilfsmitteln weiß ich nicht so recht ob das immer alles nötig ist. Andererseits… wer hat denn auch die Zeit alles selbst zu machen?

  • #8720

    Aurum
    Teilnehmer

    Als kritischen Punkt sehe ich daran die Panikmache. Werdene Eltern geraten halb in Hysterie, wenn etwas nicht 100 % nach Lehrbuch verläuft. Daran sind sie nicht mal selber Schuld, denn besonders beim ersten Kind ist man unruhig und unerfahren und wenn dann überängstliche Bekannte bei jeden Anzeichen gleich Horrorszenarien heraufbeschwören, ist das nicht hilfreich.

    Ich denke, auch wenn man innerlich mit den Augen rollt, manchmal ist es doch gut, auf seine eigenen Eltern zu hören, die die Erfahrung ja auch schon gemacht haben. Sicher nicht bei allen Themen, doch man braucht heut auch nicht alles von früher verteufeln.

  • #8782

    Kassiopeia
    Teilnehmer

    Ich denke es sollte einfach der richtige Mix sein. Alles hat seine Vor- und Nachteile sowohl Ratgeber, Meinungen von anderen Eltern, etc., etc. Es ist sicherlich manchmal schwer, da auch den Überblick zu bewahren und am Ende die eigenen Entscheidungen zu treffen, gerade bei Themen, wo es viele verschiedene Haltungen dazu gibt.

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.