Umweltfreundliche und risikoarme Direktinvestitionen – hat wer Erfahrung?

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  • #3413

    Kalan
    Teilnehmer

    Hallo!

    Vielleicht hat hier wer schon mal Erfahrungen damit, wie man in dem Bereich Investor werden kann. Ich lese derzeit über Direktinvestitionen, also Investitionen in Güter/bzw. Waren, die ökologisch sinnvoll sind…Solaranlagen, Windkraft etc., unter anderem bin ich auch z.B. auf das Program von Lichtmiete Invest für energieeffiziente LED-Leuchtmittel gestoßen, was ich auch interessant finde. Hat es wer schon versucht in so ein Unternehmen/bzw. Produkt zu investieren und worauf muss man aufpassen, sodass die Investition auch rein wirtschaftlich Sinn macht für eine Privatperson?  Wie trefft ihr solche Entscheidungen? Gibt es Literatur, Ratingagenturen oder sonst noch Quellen, die ihr empfehlen könnt? Danke schon mal im Voraus! Die Frage ist vlt etwas zu allgemein, aber  ich wollte mal sehen, wer hier ähnliche Erfahrungen gemacht hat und welche Tipps man geben kann.

  • #3426

    sigrebe
    Teilnehmer

    Eigene Erfahrungen habe ich leider nicht auf diesem Gebiet, da mir leider die finanziellen Mittel fehlen, aber da du außerdem noch nach entsprechenden Quellen gefragt hast, könnten vielleicht folgende Links von Interesse sein:

    1) Forum nachhaltige Geldanlagen

    2) Messe für nachhaltige Geldanlagen

    3) Online-Beratung für „grüne Investitionen“

    4) Bankprojekt „Tomorrow“

     

  • #3427

    wishingwell
    Teilnehmer

    Selbst habe ich mein Geld bislang noch auf einem Sparbuch, da ich in den letzten Jahren studiert habe und keine nennenswerten Rücklagen gebildet hatte. Inzwischen arbeite ich Vollzeit und ich kann auch etwas sparen, früher oder später werde ich mich auch damit beschäftigen, wie ich mein Geld gut und ökologisch anlegen kann. Für mich persönlich würde ich mir einerseits eine gute Rendite wünschen, aber eben auch ein möglichst geringes Risiko. Dieses Direkt-Investitions-Programm mit dem LED-Leuchtmittel vermieten habe ich mir mal angesehen, sieht für mich nach einem vielversprechenden Geschäftsmodell aus. Bevor du eine Entscheidung triffst, lies aber bitte die Verkaufsprospekte, schaue nach Ratings und so weiter. Eine Messe für nachhaltige Geldanlagen zu besuchen klingt auch nach einer guten Idee!

  • #3465

    Kalan
    Teilnehmer

    @sigrebe: vielen Dank! Die Links, bzw. die Quellen, die du empfohlen hast finde ich sehr interessant. Ich habe mir näher sowohl das Forum, als auch die Möglichkeit so eine Messe zu besuchen, angesehen. Es gibt auf allen diesen Webseiten sehr nützliche Informationen für Anfänger wie ich und man kann sich auch anscheinend beraten lassen.

    @wishingwell: Ich glaube auch, dass es vielversprechend ist, weil es ein sehr interessantes Modell ist, was sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich meiner Meinung nach Sinn macht. Mir gefällt außerdem die Idee, in Güter, also Sachwerte zu investieren, einfach so wegen dem Bauchgefühl. Ich habe schon die Prospekte heruntergeladen und lese zur Zeit alles nochmals. Ich finde, dass die erwartete Rendite von etwa 4-7% je nach Angebot sehr vernünftig ist, die Laufzeit war mir auch wichtig, weil die nicht zu lang ist (beträgt 6 Jahre). Es gibt verschiedene Produkte zu verschiedenen Preisen, also sehr flexibel was auch die Mindestanlagen betrifft. Klingt schon mal meiner Meinung nach auch sehr gut : )

  • #3552

    wishingwell
    Teilnehmer

    Messen besuche ich auch immer gerne, weil man sich da eben nicht nur einlesen kann, sondern sich auch direkt mit anderen Menschen, die teils viel Fachwissen mitbringen, austauschen kann.

    Eine Laufzeit von 6 Jahren finde ich auch gut, das würde mir auch gefallen und die Rendite vom Lichtmiete Invest Direkt-Investitions-Programm klingt für mich auch attraktiv. Ich denke, ich werde mir mal die Verkaufsprospekte durchlesen um zu schauen, ob das für mich auch in Frage kommen könnte. Hast du denn inzwischen schon eine Entscheidung getroffen oder überlegst du noch?

  • #3601

    Kalan
    Teilnehmer

    @wishingwell: Du weißt ja, so eine Entscheidung kann man nicht so schnell und leicht treffen, aber ich glaube, dass ich schon investiere. Von dem was ich bis jetzt gelesen habe, finde ich die Bedingungen gut und es gibt sehr viel Transparenz, also, es lohnt sich auf jeden Fall, dass man sich einliest und darüber nachdenkt. Anscheinend haben sie auch ein Bonitätszertifikat CrefoZert bekommen, das spricht auch dafür. Die Angebote sind sehr flexibel und auch wenn man sich nicht traut, kann man mit kleineren Anlagen anfangen 🙂

  • #3613

    wishingwell
    Teilnehmer

    Da hast du Recht, sowas sollte man sich immer und in jedem Fall gründlich durch den Kopf gehen lassen. Die Entscheidung Investor zu werden, läuft ja nicht vor einem weg, man hat also alle Zeit der Welt, um sich zu informieren.

    Das mit den Bonitätszertifikat klingt schon mal gut, ist das sowas von einer Ratingagentur oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Wenn es darum geht Geld anders, als auf einem Sparbuch, was ja momentan nicht attraktiv ist, anzulegen, würde ich persönlich auch erst mal eher klein einsteigen, um erst mal ein Gefühl entwickeln können.

  • #3623

    tire
    Teilnehmer

    Das Geschäftsmodell ist witzig:

    1. der Anleger kauft für mindestens 8.100 € Hallenstrahler zu einem Festpreis zwischen 740 € bis 1440 € oder Lichtbänder zwischen 290 € bis 370 €

    2. die DLI Direkt Investmentges. mietet die Produkte vom Anleger zurück

    3. nach Ablauf der Mietzeit kauft die DLI ihre Produkte vom Anleger wieder zurück.

    Auf Seite 9 des Verkaufsprospektes hat der Anleger nur sehr eingeschränkte Rechte. Er bekommt zwar pro forma eine Eigentumsbestätigung für die Produkte, kann über sie aber nur verfügen, wenn er 125€ für eine Eigentumsübertragung bezahlt.  Dafür trägt der Anleger grundsätzlich die gesetzliche Gewährleistung für die Produkte (über die er ohne 125€ für die Eigentumsübertragung mit anschließender Herausgabe nicht verfügen kann). Eine, wie auch immer aussehende, „Mittelverwendungskontrolle“ (wofür ?) ist zusätzlich zu berappen.

    Anders sieht es bei der Gesellschaft des Emittenten aus. Auf Seite 10 wird sie an den wirtschaftlichen Ergebnissen in guten Zeiten (Gewinne / Verlustzuweisungen) und schlechten Zeiten (Liquidationsergebnis bei Insolvenz) beteiligt. Sie hat Informations- und Kontrollrechte in der Gesellschafterversammlung etc. pp. — Der Anleger nicht (sic!).

    Die „Direktinvestition“ ist für mich ein Verkaufsprogramm für Produkte, die ein Anleger quasi nicht sieht und nicht hat, obwohl er sie bezahlt hat. Die Miete kann ja nur fällig werden, wenn die Produkte des Anlegers auch vermietet worden sind (Seite 99: „Die Miethöhe ergibt sich aus den jeweiligen Angeboten.“)  und die Lampen sechs Jahre halten.

    Ob dies Modell für Anleger auch beim Finanzamt Bestand hat, weiß ich nicht und glaube ich nicht. Erwerb von Eigentum, über das nicht verfügt werden kann ohne eine zusätzliche Übertragung … zugleich Gewährleistungspflichten durch den Anleger (für Produkte, über die er keine Sachherrschaft hat, weil sie ihm nicht übertragen sind …) .

    Pro forma hat jeder Anleger ein paar Lampen gekauft, kann darauf hoffen, dass sie rasch sowie dauerhaft vermietet werden,  wenigstens drei Jahre halten (Gewährleistung) und die Gesellschaft wenigstens sechs Jahre durchhält, um sie wieder auszulösen.

    Ungeklärt ist für mich, wie die Firma Technologiesprünge bei ihren Anlegern ausgleichen will. Die Lampentechnologie von vor 3 bis 5 Jahren ist heute veraltet und lässt sich nicht so einfach vermieten.

    So richtig überschaubar ist das Firmengeflecht und die Rechte/Pflichten der Unternehmensgruppe aus Investitionsgesellschaft, Treuhanddepotgesellschaft, Handelsgesellschaft, Vertriebsgesellschaft  und Vermietgesellschaft nicht. Da werden zig Verträge geschrieben und Rechtsanwälte / Notare mitgefüttert.

    Das Investment ist mir viel zu anstrengend, da ich mir über jede Gesellschaft die Handelsregisterauszüge und Geschäftsberichte besorge. Gerade bei einer geschlossenen Investition, für die kein offener regulierter Markt besteht.

    Stichwort „Rating“: der Kern eines Ratings (Einstufungsentscheidung und sachlich/fachliche marktnahe Begründung) bezieht sich nur auf einen bestimmten Zeitpunkt zu dem Informationen vorliegen. Bei Veröffentlichungstermin eines Ratings können diese Informationen häufig veraltet bzw. überholt sein. Ein Rating soll „die fachkundige Meinung Dritter“ darstellen. Das ist aber unerheblich.

    Entscheidend sind Bauchgefühl und Meinung des Anlegers aus der Sicht, wie sich das Unternehmen selbst darstellt. Ein Geschäftsbericht aus 2015 in einem Verkaufsprospekt für 2018 ist albern und ein Warnzeichen, dass die Gesellschaft ihre Anleger für wenig aufgeklärt hält, ihre Investitionsentscheidungen auf drei Jahre alte Zahlen zu stellen. Was hat sich nicht alles in den letzten drei Jahren verändert: der Markt, steuerliche und Anlegergesetze, Personal- und Materialkosten (!), Produktpreise und Billiglohnprodukte, Bankkonditionen, neue Konkurrenten am Markt …

  • #3631

    idgie
    Teilnehmer

    Das ist jetzt vielleicht nicht ganz die richtige Empfehlung, die hier eigentlich angestrebt wurde – aber trotzdem..

    Wer von euch mal 25 € übrig hat kann mal eine Investition tätigen, die zwar keine satten Profite, aber satte Menschen bringen kann.

    Bei Kiva kann man Zukunftsperspektiven schaffen z.B. wenn man einer Frau in Kasachstan eine Nähmaschine ermöglicht, damit sie dann für das ganze Dorf nähen kann. Oder einer Vietnamesin das Fahrrad finanziert, damit sie ihre Feldfrüchte zum Markt bringen kann.

    Ich mache das seit Jahren und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Das Geld kommt immer wieder zurück und man kann erneut helfen.

    https://www.kiva.org/

  • #3632

    Kalan
    Teilnehmer

    Hallo, tire!

    Danke für die Hinweise! Das habe ich mir alles nochmals konkreter angesehen, also die Punkte, die du angesprochen hast. Hast du Erfahrung mit solchen Verträgen, bzw. Investitionsprogrammen?

    Übrigens bin ich mir nicht sicher, ob du einen aktuellen Verkaufsprospekt gefunden hast. Es gibt auf der HP von DLM ganz ganz viel Info. Einerseits FAQ (Fragen mit Antworten), da habe ich die meisten Antworten deiner Fragen, bzw. Bemerkungen gefunden. Da gibt es auch den aktuellen Prospekt und andere Unterlagen. Es gibt sogar Chat mit denen, wo man auch Fragen stellen kann.

    Konkret zu den Punkten:

    Warum es sein kann, dass du keinen aktuellen Prospekt gefunden hast : in meinem gibt es sowohl die Bilanz aus 2017, als auch ein Organigramm und Erklärungen, welche die Beziehung zwischen den verschiedenen Gesellschaften ist.

    Was das Eigentum angeht: Ich glaube, da muss man zwischen formellem und wirtschaftlichem Eigentum unterscheiden. Übers wirtschaftliche verfügen die und das ist ja normal, weil wozu brauche ich Strahler zu Hause? Kann ich die selber vermieten? Wie finde ich Kunden? Was wichtig ist, man ist zwar formell Eigentümer und wenn was passiert, kann man auf seine Ansprüche zugreifen.

    Man wird kein Gesellschafter und hat somit auch weniger Pflichten: ,, Darüber hinaus liegen keine Umstände vor, unter denen der Anleger verpflichtet ist, weitere Leistungen zu erbringen, insbesondere liegen keine Umstände vor, unter denen der Anleger haftet.‘‘ (Seite 15)

    Bei einem Ausfall vom Unternehmen, bleibt man ganz normal Eigentümer und kann direkt auf seine Produkte zugreifen und eine Weitervermietung betreiben. (,,Da die Mietzahlungen der Mietkunden an die DLM an die Investoren abgetreten sind, haben diese bei einem Ausfall der DLM die Möglichkeit, sich die Miete auch direkt überweisen zu lassen. Ansonsten hat der Investor alle Eigentumsrechte gemäß deutschem Recht, zum Beispiel Rückbau und Weitervermietung usw.‘‘) Sogar bei Insolvenz gibt es Schutz in diesem Sinne: die Produkte sind kein Teil der Insolvenzmasse, die bleiben beim Investor.

    Man erhält einen Eigentumsnachweis mit den Seriennummern der Produkte. Unverwechselbarkeit ist gewährleistet.

     

    ,,Für die Dauer des Vertrages ist der Anleger daher zwar formell Eigentümer der DLM LED-Industrieprodukte. Er gilt steuerrechtlich jedoch wegen der fehlenden Sachherrschaft nicht als wirtschaftlicher Eigentümer‘‘  Wirtschaftliches Eigentum hat seine Vorteile in Bezug auf Steuerbelastungen. Auch das muss man beachten.

    Was die Mittelverwendungskontrolle betrifft, glaube ich, dass es gut ist, weil der Vertrag vor einem zweckentfremdeten Einsatz der Investorengelder schützt.

    Laut Vertrag erfolgt die erste Mietzahlung nach dem ersten vollen Quartal nach Geldeingang. Die einzige Voraussetzung ist, dass man den Kaufpreis zahlt. Alle Mietverträge aller Mietkunden haften kollektiv für alle Kauf-, Miet- und Rückkaufverträge zwischen Invest und den Investoren. Wenn keine ausreichende Anzahl an Mietkunden gewonnen werden kann, fließt das Geld zurück an den Investor oder man kann zum Konto des Mittelverwendungskontrolleurs zugreifen.

    Was die Mietkunden betrifft: Die Bonität der Mietkunden ist überdurchschnittlich gut: ,,Die Ausfallwahrscheinlichkeit liegt weit unter dem Bundesdurchschnitt Laut aktueller Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit der Mietkunden im Mittel bei 0,26 %. Der Bundesdurchschnitt liegt laut Creditreform bei rund 1,48 %‘‘ (FAQ)

    Für die Jahre 2012 bis 2017 kann man auch eine Leistungsbilanz anfordern.

    Was die Qualität angeht: Ich bin kein Experte, wenn es um LED geht, da gibt es aber auch ausreichend Information darüber: Die Ausfallquote der Lampen liegt derzeit bei weniger als 0,1 Prozent, aber sie kalkulieren mit 5%.  Die Kosten für den Ausfall und die Reparatur sind in jedem Projekt einberechnet und werden von denen übernommen.

    Also, ganz ohne Risiko geht es nicht und Transparenz ist in dem Fall entscheidend. Deine Punkte haben geholfen, dass ich mich einlese und diese abkläre. Das hilft, weil ich jetzt weiß, worauf man achten soll, wenn man so einen Vertrag vor sich hat.

  • #3680

    wishingwell
    Teilnehmer

    Sich kritisch mit Themen auseinanderzusetzen ist bei sowas immer gut, glaube ich. Damit man nicht nur einseitige, sondern wirklich umfassende Informationen zusammentragen kann. Dass man bei der Lichtmiete Invest in einem Chat Fragen stellen kann, wenn welche auftauchen, finde ich gut. Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man sich entschieden hat wirklich einen Teil seines Vermögens in was auch immer zu investieren, jede Menge Fragen hat. Du liest dich aber schon ein gutes Stück informierter, als zu Beginn der Diskussion, Kalan!

    idgie, danke dir für’s Vorstellen dieser Non-Profit-Organisation, die kannte ich noch nicht. Sieht aber nach einer guten Sache aus!

  • #6716

    sophia_s
    Teilnehmer

    Hallo,

    Ich kann mich meinen Vorredner nur anschließen. Sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen ist mit Sicherheit sehr wichtig und vorbildlich. Wenn investieren, dann in etwas Nachhaltiges, da bin ich ganz deiner Meinung. Die Umwelt und die Menschheit wird es uns danken und nachhaltige Unternehmen bzw. nachhaltige Produkte sind unsere Zukunft. Auch wenn das vielen leider noch nicht bewusst ist.

    Gerade große Unternehmen sollten über den Einkauf nachhaltiger Rohstoffe bzw. über die Unterstützung nachhaltiger Start-Ups mit finanziellen Mitteln nachdenken!

    Aber natürlich auch Privatpersonen, so wie du. Wir haben in meinem Betrieb eine Unternehmensberatung im Bereich Einkauf engagiert, die uns auf Anfrage in der Beschaffung von nachhaltigen Rohstoffen unterstützt (efficioconsulting.de, falls sich jemand auch in Bezug auf den nachhaltigen Einkauf beraten lassen möchte). Das ist für uns schon mal ein Anfang unser Unternehmen immer nachhaltiger zu gestalten. Wenn du persönlich in etwas Nachhaltiges investieren möchtest, dann würde ich dir empfehlen erstmal nach nachhaltigen Unternehmen Ausschau zu halten.

    Ich halte heutzutage immer viel davon in Unternehmen zu investieren, die beispielsweise etwas für die Umwelt tun, da hattest du oben schon eins genannt. Als Privatperson macht es für mich Sinn in erneuerbare Energien zu investieren. Wie du schon sagtest, beispielsweise in Solaranlagen. Man tut nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Durch ein Investment in dem Bereich erneuerbare Energien spart man auf Dauer Stromkosten. Natürlich dauert es ein bisschen bis es zu der Ersparnis kommt und man sein Investment wieder reingeholt hat, aber so ist es ja immer. Rom wurde auch nicht über Nacht erbaut. Mit etwas Geduld lohnt sich die Investition in Solaranlagen aber allemal, ich spreche das aus Erfahrung. Schau mal hier: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/gruene-investments-wann-eine-geldanlage-wirklich-nachhaltig-ist/21104726.html. Ich finde dort stehen gute Investitionsideen drin, mit denen man Nachhaltigkeit unterstützt und trotzdem einen Profit erzielen kann. Vielleicht konnte ich dir ja weiterhelfen.

    LG!

  • #6739

    tire
    Teilnehmer

    > Dass man bei ….  in einem Chat Fragen stellen kann, wenn welche auftauchen, finde ich gut.

    > Sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen ist mit Sicherheit sehr wichtig und vorbildlich.
    —-
    Liebe Leute,
    Zeit, die Dinge wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.

    1. es ist Euer Geld.
    Was Ihr damit anstellt ist eure Angelegenheit. Wenn Ihr hier aber nachfragt, weil Ihr Euch nicht sicher seid, erwartet (von mir) kein Nachplappern hohler Phrasen, sondern handfeste Erfahrungen aus dem Verlust von sehr viel Geld, wegen eigener Dummheit, Vertrauen auf irgendetwas und schlicht eigener Blödheit .

    2. denn es ist Geld.
    Entweder Eures, oder das eines lieben Verwandten (Oma, Opa, Eltern, Geschwister). Auch für geschenktes Geld tragt Ihr Verantwortung. Wenn ihr das verliert tut es richtig weh. Zweiflern rate ich auszurechnen, wie lange die Putzfrau oder Frisöse bei Mindestlohn für Eure Geldanlage arbeiten müßte, die ihr blauäugig Leuten, die ihr nicht kennt, hinterhertragen wollt.

    3. „Investments“ müssen stimmen
    -> Ziel des Investments ist, Geld zu vermehren >>> nicht zu verlieren !
    Dazu die Eckpunkte:
    a.) Die Story zu Produkt, Unternehmen und Strategie muß unter allen Umständen einfach öffentlich nachprüfbar sein – schriftlich !

    b.) Chats, bildhafte Beinaheaussagen oder das Anspornen Eurer Fantasie in Texten von PR-Agenturen – nichts davon ist professionell darauf ausgerichtet, Euch vor Verlusten zu schützen und Eure Geldposition abzusichern.  Intensive Recherche im Netz, Eindrücke des Unternehmensauftritts und klare transparente nachvollziehbare Informationen auf seriösen Wegen – ein Chat ist nicht seriös – sind Grundsteine, um sich mit einem Investment zu beschäftigen.

    c.) Grundlagen
    sind keine Zeitverschendung. Es gibt gute Finanzseiten, die eine geläufige Definition von Investmentbezeichnungen auf Deutsch übersetzen. Der graue Kapitalmarkt ist nicht eindeutig geregelt. Direktinvestment, Betriebsbeteiligung, Warenkredit, Warenkauf auf Vorkasse, Lease-and-sell-back – Angebote sind hier alltäglich. Alle Bezeichnungen, die nicht irgendwo klar definiert sind sind Gags – vergesst es dann.

    4. zwingt Euch nicht einen Fachmann/Fachfrau – Status auf
    Wenn Ihr keine Zeit für Recherchen und keinen kaufmännischen Blick entwickeln wollte oder könnt, sucht Euch einen seriösen Vermögensberater mit alternativen und ökologischen Angeboten. Das bißchen Honorar für eine verläßliche und verbindliche Arbeit ist gut investiert. Dafür haftet er bei Falschberatung und das Geld ist nicht verloren.

    5. eine tolle Idee, eine gute Firmensite, viele genannte hochrangige Namen
    ohne klare Produktinhalte, nur Visionen, sind alle nur Schall und Rauch.

    Ich habe 2012 den Weg eines bestimmten Schuldners verfolgt. Zwei Klicks und ich war schon bei einer Adresse eines Anwalts am Genfer See, der sich auf anonyme Konten und Scheinfirmen spezialisiert hatte. Nach vier Klicks hatte der Mann, eben gerade noch per Haftbefehl wegen Investmentbetrugs gesucht, eine neue Phoenix-aus-der-Asche-Existenz mit einer Vertriebsorganisation für Fördermittel bei der Deutschen Umwelthilfe gefunden. Dort vermittelte er mit seinen ebenfalls geläuterten Vertriebskollegen (2004-2008 Bankinvestments, 2006-2010 Versicherungen, Anlagen und Betriebsbeteiligungen am grauen Markt) in mehreren Bundesländern Fördermittel für die Beauftragung von Handwerkern mit der Durchsicht von Heizungen zur ökologischen Optimierung (Heizungscheck). Zufällig konnte man diesmal „ökologische Geldanlagen“ aus einer seiner ursprünglichen Scheinfirmen im Ausland mit deutscher Adresse erwerben. Nicht mal 30 Jahre alt aber eine derart kriminelle Energie und ein Charisma, seine eingeschworene Vertrieblergruppe immer wieder zusammen zu halten und zu ernähren. Am Ende der Recherche gab es zwei Aktenordner für das BKA. Seitdem ist er untergetaucht. Aber seine Truppe wurschtelt erfolgreich weiter auf der Suche von Menschen, „die etwas Gutes für die Umwelt tun wollen“ und sich mit tollen Texten und Bildern locken lassen. Allenfalls Material für eine Kunstausstellung. Sein Mentor ist inzwischen unscheinbarer Rentner und gut mit TOP-Immobilien im Ruhrgebiet versorgt. Die werden gesteuert von einem Anwalt am Genfer See ….

  • #6740

    tire
    Teilnehmer

    Nachtrag:

    6. beobachten und selbst träumen:
    -> welches sind die tatsächlichen Themen unserer Welt ?
    -> wo ist Bedarf  und wo sind serienreife Produkte zur Lösung?

    a.) Energie
    darüber ist hier schon viel geschrieben. Solarinvestments oder Windparkinvestments haben für mich keinen besonderen Reiz. Ich sehe hier, wie eigentlich gute Ackerböden aufgegeben und mit Solarparks vollgestellt werden. Die Schattenseite ist kaum irgendwo zu lesen: der Pestizideinsatz gegen „Unkräuter“ zwischen den Panelen, damit keine Bäume / Büsche wachsen sowie die „Tierkontrolle“ gegen Wildtiere,die die Standsicherheit bzw. Leitungssicherheit der Panele gefährden könnten (Nager, Hasen usw.)

     

    b.) darum eine kurze Liste, der Dinge, die ich für „Welt bewegend“ halte
    – alternative Kunststoffe
    aus nachwachsenden Rohstoffen, schnell verrottbar, hygienisch und allgemein einsatzfähig
    – Anbau alternativer Lebensmittelprodukte
    extensiver ökologischer Anbau von (neuen) klimaverträglichen Sorten und Arten
    – „Wald- und Wieseninvestments“
    Finanzierung von Flächenkauf zur Naturpflege, behutsamen Holzentnahme und Holzverkauf; Teilflächen für die Weiterverpachtung an ökol. Landwirtschaftsbetriebe zB mit extensiver Schafbewirtschaftung der Naturflächen
    – Wasser
    Pflanzenkläranlagen, Komposttoiletten, Regenwassernutzung für div. Zwecke
    – Bau: Mikroklima
    Klicksysteme für die Fassaden- und Dachbegrünung
    – Mobilität
    alternative Antriebssysteme, sinnvolle gemeinschaftliche Fahrzeugzirkel
    – ….

  • #9673

    Fintech_Freak
    Teilnehmer

    Auch wenn die Diskussion hier schon ein wenig älter ist – aber gerade jetzt (Corona Krise mal außen vor) zeigt sich, dass das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt und das Angebot entsprechender Kapitalanlagen immer breiter wird. Und das sich ganze Thema auch aus dem grauen Kapitalmarkt herausbewegt. Bisher hat mich das immer vor einer möglichen Investition in sogenannte ÖKO Fonds und Unternehmen eher abgeschreckt – Investition in Form von Nachrangdarlehen etc. haben bekannterweise zumeist zum Verlust der Geldanlage geführt – Beispiel Prokon etc….

    Was mich allerdings nun positiv stimmt, sind nachhaltige Gelanlagen wie sie von vividam.de, visualvest.de und anderen angeboten werden. Handelt sich hierbei um sogenannte Robo-Advisor, die mit ihren grünen Portfolios durchaus beachtliche Renditen vorweisen können. Gekommen bin ich auf diese Angebote übrigens über diesen Artikel hier >> 5 Gründe für eine nachhaltige Geldanlage

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