Umdenken

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    Claus Meyer
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    Das große Umdenken

    Wir leben in einer Welt, in der Gemeinschaftsdenken leider keinen Platz mehr findet. Ausbeutung und Hektik bestimmen unser Leben. Soll unser Denken und Verhalten nur darauf ausgerichtet sein, dass immer mehr Umsatz und Fortschritt unser Leben bestimmt. Soll es so weit kommen, dass wir uns einer ständigen Überwachung beugen. Soll Geld wirklich in unserem Leben so bestimmend sein. Wollen wir wirklich weiter so viel arbeiten, um die Kasse des Finanzministers zu füllen und somit für soziale Kontakte keine Zeit bleibt. Kann so viel Technik unseren Umgang miteinander verbessern. Wollen wir in einer Demokratie leben, die nur noch aus Postengeschacher besteht. Sollen wirklich unter dem Namen neoliberale Kräfte unsere Art zu leben bestimmen und wir beugen uns dem.

    Sollen wir wirklich froh sein, dass wieder ein sehr großer Freihandelsvertrag abgeschlossen wurde. Sollen wir auch froh sein, für die Chinesen Autos zu bauen, dabei haben wir heute schon Forderungen gegenüber dem Ausland in Höhe von einer Billion Euro. Ob wir diese Billion jemals erstattet bekommen, ist nicht zu erwarten. Da holen wir uns ausländische Ärzte ins Land, weil Ärzte und auch Pflegekräfte fehlen. Dass wir damit dem Ausland dieser Fachkräfte berauben, das wird nicht bedacht. Da müssen wir uns nicht wundern, wenn die ausländische Bevölkerung den Fachkräften folgen muss. Was ist das für eine Verschwendung von Steuergeldern bei der Raumfahrt. Da bemüht sich die Regierung Arbeitsplätze zu schaffen, doch nur zur Erhöhung des BIP. Sind wir wirklich so süchtig nach Arbeit. Wollen wir wirklich, dass die Kleinkinder vor dem Morgengrauen schon in Kitas gebracht werden. Sollen diese Kinder so frühzeitig lernen, dass das Leben aus Arbeit besteht. Soll den Kindern ein Einheitsdenken eingetrichtert werden. Sollen Kinder keine Zeit mehr für eigene Kreationen haben, die Folgen zeigen sich schon heute. Keine eigene Zeit zur freien Entfaltung. Keine solide Grundausbildung wegen fehlender Lehrer. So viele Schulabbrecher gab es früher nicht.

    Was ist nur aus dem „homo sapiens“ geworden.

    Müssen wir wirklich so weiterleben. Wollen wir so viel arbeiten und immer mehr Umsatz machen, es ist immer mit erhöhtem Energieverbrauch verbunden. Müssen wir uns mit immer mehr Technik umgeben. Wollen wir täglich im Stau stehen. Wollen wir weiter Energie für unnötige Flugreisen oder Events vergeuden. Wenn wir die Erde für uns erhalten wollen, dann müssen wir schnellstens solches abstellen und darüber nachdenken, wie wir wieder zu einer menschlicheren Lebensweise zurückfinden.

    Das große Druckmittel, das uns in dieses Denken zwingt, ist das heutige Geldsystem, es handelt sich um ein zinsbehaftetes Kreditgeldsystem. Geld fordert nur durch sein Vorhandensein immer Zinsen, so wachsen Geld und Zinsen. Und das Vertrauen dazu ist fast Allen so eingeprägt, dass alles Verhalten nur in Geldmenge gedacht werden kann. Dabei ist das Geld aus dem Nichts bei Banken entstanden, denen hat das zugestanden und sie nehmen dafür auch noch Zinsen. Und solchem Wertlosen haben wir uns bedingungslos unterworfen. Dabei ist ein anderer Umgang mit Geld möglich, der unsere Art Miteinander umwälzend verändern kann.

    Der andere Umgang mit Geld.

    Gehen wir einmal davon aus, Geld sollte ist nur ein Hilfsmittel zur Vereinfachung des Miteinander sein. Das ist möglich, wenn die Herstellung und Kontrolle von Geld allein dem Volk übertragen wird. Die Banken sind profitorientiert und können daher kein Interesse am Funktionieren eines Staates. Eine Institution, vom Volk gewählt, sollte das übernehmen. Das ist sicher nur in einer direkten Demokratie möglich, dann sind Bürger eigenverantwortlich für einen sinnvollen Umgang mit Geld. Mit dieser anderen Einstellung zu Geld sollte jede nötige Gemeinschaftsarbeit dann nicht mehr an Geld scheitern. Alles Geld, das vom Volk für das Volk ausgegeben wird, kommt doch immer dem gesamten Volk zugute. Nur gemeinschaftlich ist das Zusammenleben zu meistern. Es sollte klar sein, dass wir alle immer von unseren Mitmenschen abhängig sind. Bisher und gerade durch das heutigen Geldsystem überwiegt bei allen Aktionen der Egoismus, er ist mit dem Geldsystem fest verknüpft. Das Zusammenleben und nicht die Wirtschaft steht dann im Vordergrund, es geht immer um Lösungen für die Gemeinschaft. Es geht nicht mehr um Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern um ein genügendes Auskommen aller. Solche Art Gemeinschaft kann sich dann auch einschränken, wenn es um das Überleben geht.

    Nur die direkte Demokratie wird es schaffen, in einem Staat die Kontrolle über solch eigenes Geldsystem zu übernehmen, weil dann die Ordnung und ein sinnvolles Miteinander im Land gewährleistet werden kann. In einer direkten Demokratie ist jedes Mitglied eines Staates mitverantwortlich und hat sich zu kümmern, wogegen das heutige Parteiensystem nicht einmal Rücksicht auf die Meinung der Bürger genommen hat. Dieser neue Umgang mit Geld muss zunächst von Allen verstanden werden, die Lösung der mentalen Blockade. Heute wird die Herstellung und Verwendung von Banken kontrolliert, das muss aber dem Staat und damit den Bürgern überlassen werden. Eine gewählte Institution übernimmt die Herausgabe und die Kontrolle darüber. Das Das Geld wird dem Staat bedingungslos und zinslos nach den gerade anstehenden Erfordernissen übergeben, so hat die gesamte Gemeinschaft den Nutzen davon. Dann ist Geld kein Grund einer Nichtausführbarkeit. Damit die Geldmenge in Grenzen bleibt, reduzieren Steuern stetig die gesamte Geldmenge, das schließt Inflation aus. Der Besitz von Geld ist für alle offengelegt, so sind auch Spekulationen mit Geld nicht mehr möglich. D ie Geldmenge jedes Einzelnen sollte dann eine gewisse Größe nicht überschreiten. Geld schränkt nur den Kreislauf ein. Dann kann Geld auch kein Druckmittel gegenüber Geringverdienern sein. Damit endet dann die Möglichkeit mit Geld Geld zu machen, weil Zinsen nicht zulässig sind. Schon so verliert Geld seine Macht und eine ganz andere Einstellung zum Geld wird auch ein besseres Miteinander zur Folge haben.

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein weiterer Pfeiler, um die Macht von Geld weiter zu reduzieren. Dann hat Geld auch keine Macht mehr bei Lohnkämpfen, es gibt dann keine mehr. Mit der Umformung von Aktien-Gesellschaften in Genossenschaften, wobei die Mitarbeiter auch gleichzeitig Anteilseigner sind, ist ein gutes Miteinander gewährleistet. Bei möglichen Finanzschwierigkeiten könnten alle Mitarbeiter einer Firma auf einen Teil des Lohnes verzichten, um so Konkurse zu vermeiden. Dann sind Konkurrenzkämpfe nicht mehr gewollt und Arbeitnehmer werden besser nach der Schwere der Arbeit entlohnt. Alles wirtschaftliche Handeln sollte unter Nutzung kürzester Transportwege erfolgen, Energieeinsparung ist sehr wichtig.

    Dieses so andere Denken ist schon deshalb erforderlich, um die Erde lebenswert zu erhalten.

    Wenn dieser andere Umgang als vorteilhaft erkannt worden ist, dann brauchen wir nicht mehr so viel Autos für die Welt zu bauen. Dafür könnten wir alles tun, um das Gemeinwohl zu fördern und mehr für Pflege und Ausbildung und vieles Anderes dafür tun. Dieses unsinnige des Streben nach immer mehr hat dann endlich ein Ende gefunden. Dann kann alles das sofort in Angriff genommen werden, was dringend zu verbessern ist wie gerade die Abwendung der Klimakatastrophe. Das erforderliche Geld dazu könnte als Vollgeld bereitstehen, sodass die erforderlichen Kräfte für die Umstellung hoffentlich dann bereitstehen. Wir können sofort alles versuchen, den Energieaufwand so schnell wie möglich zu reduzieren. Wir können sofort beginnen, eine bessere Ausbildung so auszurichten, dass dafür die erforderlichen Fachleute geschaffen werden, es scheitert nicht an Geld. Wir brauchen nicht mehr zur Verbesserung der Steuereinkünfte arbeiten. Es sollte dann darum gehen, die sozialen Verhältnisse wesentlich aufzubessern. Und wenn im Moment die Umstellung der Energie-Erzeugung nötig ist, dann stellt die Institution eben dafür das erforderliche Geld zur Verfügung, es dient ja immer dem gesamten Volk.

    Und solches Geld muss nicht erwirtschaftet werden, sondern umgekehrt, mit diesem Geld kann erst richtig gewirtschaftet werden.

    Da dann die Geldmenge steigt, können Steuern zum richtigen Zeitpunkt diese wieder reduzieren. Wir müssen nicht wegen Geld Jahre im Voraus planen, wir könnten anstehende Probleme sofort lösen, wenn dann genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Weiterhin sollten wir uns ja gemeinsam einschränken, um unseren Nachkommen noch eine lebenswerte Umgebung zu schaffen. Dieses neue Denken schafft dann die Voraussetzung, um von Egoisten zu Sozialisten zu werden.

    Das Miteinander.

    Jetzt können und müssen wir uns um einander kümmern. Die Großfamilien sollten wieder zum Standard gehören. So entfallen die meisten Belastungen für Hilfen durch den Staat. Es sollte dann versucht werden, in der Nähe einen Arbeitsplatz zu finden. Die Großkonzerne der Lebensmittel könnten durch Kleinhändler ersetzt werden, sodass in der Nachbarschaft immer ein Geschäft zu Fuß erreichbar wird und somit die Macht der Großhändler endet. Wichtig ist, den Verkehr aus Gründen der Energieeinsparung wesentlich einzuschränken, Arbeitsplatz, Wohnung und Geschäfte gehören in die nähere Umgebung.

    Durch das bedingungslose Grundeinkommen kann eine ganz andere Bildung und Ausbildung stattfinden, da es an Geld nicht scheitert. Wichtig sind dabei die Familienbande, sie sind die Grundlage eines guten Miteinander. Wenn dann das Mehrfamilienhaus zur Normalität geworden wäre, dann ist die Unterstützung Alt zu Jung und umgekehrt meistens ohne die Hilfe des Staates gelöst. Man sieht jeden Tag am Verhalten der Jugendlichen, dass heute zum Beispiel Ethik und Würde keinen Platz in der Ausbildung findet. Hier wird jedoch die Grundlage des Miteinander gelegt. Es ist nicht mehr erforderlich, für Zinsen zu arbeiten, so steht für das Zusammenleben mehr Zeit zur Verfügung.

    Abhängigkeiten.

    Man könnte diese Überlegungen noch weiter ausführen, dass in einer direkten Demokratie Kriege nicht mehr angezettelt werden. Nur durch deren Macht des Geldes sind Finanz-Oligarchen in der Lage. Dem Gewissen und der Einstellung nach sind Bürger nie an einem Krieg interessiert, da er nur Nachteile daraus ziehen würde, das unter der direkten Demokratie.

    Auch die Flüchtlingsbewegungen wären ausgeschlossen, wenn dort die direkte Demokratie, das bedingungslose Grundeinkommen und das Vollgeldsystem dort Einzug gehalten hätte, dann käme keiner aus Afrika auf die Idee, die Heimat zu verlassen. Mit einem Grundeinkommen wäre die Versorgung untereinander sicher möglich. Was für eine Ersparnis an Arbeit, Energie und Ressourcen. Wie viel Bürokraten könnten sinnvolle Arbeiten erledigen. Der allgemein geringere Arbeitsanfall erlaubt dann ein echtes Familienleben.

    Wie soll die Zukunft gestaltet werden.

    Dies ist nur ein kleines Detail, es soll dies ja nur das Fundament dazu sein. Nur unter der Voraussetzung von Vollgeld, der Kontrolle der gesamten Geldmenge durch den Staat und damit dem Volk, direkter Demokratie und dem bedingungslosem Grundeinkommen kann der menschlichere Umgang miteinander funktionieren. Das aber muss sein, wenn wir die Klimaprobleme lösen wollen. Und auch deshalb, um die die Völkerwanderungen zu beenden, eine Folge das heutigen Handelns. Wenn dort die Trinität auch Einzug gehalten hätte. Nur wenn wir dem Volk die Macht übertragen und so die Macht des Geldes gebrochen wird, ist die Welt wieder in menschliche Bahnen gelenkt. Das hört sich theatralisch an, muss aber erst einmal in die Köpfe aller eingegangen sein. Wir steuern sonst wirklich auf das Ende der menschlichen Kreatur hin. Der Wandel im Denken und die Durchführung dieser Trinität erfordern viel Kraft, hoffen wir darauf.

    Wenn wir sinnvoll auf Erden leben wollen, sind diese Veränderungen unumgänglich.

    Dann wäre die Würde des Menschen vorrangig und sogar unter Schonung der Erde.

     

     

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