"Schaun se mal, dann sehn se schon" 1

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  • #3179

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    Nach langer Zeit habe ich wieder einmal Recycling-Sachen von mir ausstellen können. Das 1. Deutsch japanische Künstlerfestival in Berlin, ausgerichtet vom Neuköllner Verein „Hoffnung-Kibō-Berlin-Japan“, gab mir dazu überraschend eine Gelegenheit. Neben dem „was will ich zeigen, wie kann ich es präsentieren“, meldeten sich auch gleich bisher hintenan gestellte und deshalb noch nicht realisierte Objektideen zurück, die dann auch reizten dafür vollendet zu werden

    Dabei hatte und hätte ich noch genug Material, um einen kleinen Querschnitt meines Recycling-Schaffens zeigen zu können. Ich bekam einen Tisch von 2 m x 90 cm, dafür jedoch in einer Raumecke.

    "Meine Ecke"

    „meine Ausstellungsecke“

    Dieser Ausstellungsplatz bot mir – gut auf dem Bild zu sehen – etwas mehr Raum, weil sich dahinter eine verschlossene Tür und ein Teil einer Bühne befanden. Für eine Objekt gerechte Präsentation dennoch viel zu wenig Platz. So quetschte ich viel zusammen, wie bei einer „Petersburger Hängung“, bei der einzelne Teile sich kaum herausheben lassen. Auch für erklärende Schildchen fehlte schlicht der Raum.

    Aber, darum ging es mir auch gar nicht. Ich wollte bloß nochmal einen kleinen repräsentativen Teil ausstellen, nochmal noch den Energieschub mitnehmen, den die Vorarbeiten so mit sich bringen. Und, feststellen, ob ich etwas versäume. Das Drumherum und das Event waren wieder einmal toll, und vielleicht auch mein letztes Mal (worauf ich hier aber nicht weiter eingehe).

    Ist es:

    ?

    Das fragte ich schon früher einmal und womöglich gibt der Titel dieser Ausschnittsarbeit: „Keine Kunst“ die Antwort. Das Kuchenpapptablett (es blieb sauber) inspirierte mich doppelt, auch weil es schon von Natur aus (s)einen Rahmen hat. Die Kunst habe ich dann weg geschnitten.

    Mache ich Kunst oder Kunsthandwerk, die Frage stellt sich mir nicht. Ich denke mal, dass das, was ich so mache eine Mischung aus beidem ist. Das Zeug zum Reproduzieren eines (gelungenen) Objekts, was mir mehrfach schon angetragen wurde, hätte ich wohl, aber das genügt mir nicht und nicht meine Intention.

    Dennoch hatte ich auch meine nach „wiederholen“ rufenden Teile wieder mit dabei. Nur meine beiden „Kaffeebilder“ fallen da vielleicht etwas heraus. Die bleiben nur mit Kaffee gemalte Aquarell-Unikate. Warum eigentlich? Auch meine Blistergesichter, die Portemonnaies aus Kaffeumverpackungen, die Sterne aus CDs, oder die Shampotaschen bleiben das letztendlich auch, weil kein Stück  dem Anderen gleicht.

    Neu: meine Blister-Simpsons

    kommen eigentlich recht harmlos daher.

    Die „Blisterfratzen“

    wirken da schon bedrohlicher, obwohl die eigentliche „Gefahr“, der Inhalt nämlich, nun schon fehlt. (Contergan ist in meiner Generation überhaupt nicht vergessen.)

    Auch diese Problematik hatte ich schon einmal und doch anders aufgegriffen. Meine „Janusmaske“, gesägt aus einem original Werbebuch für Ärzte von der Firma Grünenthal für ihr Schlafmittel Contergan, könnte wieder gelesen werden, so man die einzelnen Elemente zurück klappt. Die durfte in meiner Auswahl für die Ausstellung auch nicht fehlen: die Maske – mit einer lachenden und einer traurigen Seite.

    Hier mache ich erst einmal Pause. (geschuldet übrigens auch dem neuen Utopia Communityformat, von dem ich aktuell noch nicht absehen kann, ob mir das noch gefällt) „Schaun wa mal, dann sehn wa schon“, wie es hier an der Spree schon schön heißt!

     

  • #3182

    sigrebe
    Teilnehmer

    Lieber Rolf, ich danke dir.
    Denn du hast wieder einmal hier
    gezeigt, was man mit Fantasie
    und mit Geschick erschaffen kann,
    sogar der Abfall wird sodann
    zu einem Kunstwerk mit Erstaunen
    und steigert förmlich unsre Launen.

    Ich kann die Leute gut verstehen,
    die Potenzial auch darin sehen,
    die Werke zu reproduzieren.
    Mit jedem Mal sie zu kopieren
    schenkt man dem Müll ein neues Leben –
    Nachhaltigkeit ist das Bestreben.

    Anstatt jetzt nur davon zu lesen,
    wär’ ich gern selber dort gewesen,
    um deine Werke zu beachten,
    statt nur die Fotos zu betrachten.
    Handwerk und Kunst sowie Ideen,
    all das ist darin gut zu sehn.

    Was du kreierst auf jeden Fall
    aus Altverpackung und Metall
    verblüfft in seiner Ausführung,
    verdient Respekt und Hochachtung.
    Ganz lieben Dank noch einmal dir
    für unsre Einbeziehung hier.

     

     

     

     

  • #3201

    litter
    Teilnehmer

    Schon einmal war es mir vergönnt einen Kommentar in Form eines Gedichts zu bekommen. Daher Danke liebe sigrebe für deine Verse und die Mühe! Ich habe vorerst beschlossen, zumindest alle Teile dieses Beitrags noch zu veröffentlichen.

    Mich wundert nur: Im blauen Kasten rechts neben dem Thema steht noch 3 Tage nach der Veröffentlichung (also heute): letzte Aktivität 1 Woche 6 Tagen, obwohl mein Beitrag #3182, sowie dein Gedichtskommentar dazu jüngeren Datums sind. Gut auf dem Screenshot zu sehen:

    Kann (will) Utopia wieder nicht zählen, gibt es hier „tote Äste“, die nicht dazuzählen (sollen)? Vielleicht müsste ich nicht in deinem „Appendix“ wie „Literatur, Film, Musik, Schauspiel und Kunst/ Kunst: Recycling-Kunst“ was einstellen, damit das als echte „Aktivität“ von Utopia wahrgenommen wird?

    Verzeih den Ausdruck, denn ich fand die Einladung von Dir schon toll, auch, dass du dir die Mühe machtest, mit diesem kleinen Köder mich in „Versuchung“ zu bringen(„Honni soit qui mal y pense“). Das, was hier sich darstellt, waren bzw. bestätigen meine Befürchtungen. Aber auch Danke für überhaupt das kleine „Lesezeichen“. Kommentare bleiben für alle Beitragenden nun die einzigen Hinweise, das jemand Notiz gekommen hat.
    (Egal! So kennen das echte „Randfichten“ und noch lebt der alte Holzmichel noch!)

    • #3209

      Ich habe zu diesem Fehler gerade schon hier gepostet: https://community.utopia.de/foren/thema/was-bisher-noch-nicht-einwandrei-funktioniert/#post-3208 Es läuft tatsächlich noch nicht alles rund und aufgrund der zeitlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten können wir die Fehler nur nach Priorität beheben.

      Über den Live Feed https://community.utopia.de/live/ und über die Feeds in den einzelnen Gruppen kann man alle aktuellen Beiträge abrufen. Zusätzlich kann man Kommentare zu Beiträgen, die man interessant findet, abonnieren. Man bekommt dann bei neuen Kommentaren automatisch eine Mail. Es sollte also möglich sein, alle aktuellen Posts zu verfolgen.

      Für die Behebung der anderen Fehler bitten wir um Geduld.

      Viele Grüße
      Stefanie

  • #3204

    sigrebe
    Teilnehmer

    Ja, das war mir auch schon aufgefallen. Ich habe in den letzten Wochen schon auf etliche andere Mängel im neuen Programm (Gruppensystem) hingewiesen, aber die Korrekturen gehen teilweise nur schleppend voran. Dennoch glaube ich nicht, dass eine böse Absicht dahinter steckt. Zudem betrifft die nicht korrekte Anzeige der letzten Aktivität auch die anderen Gruppen/Foren.
    Ich werde aber auch hierauf gern noch einmal meinerseits hinweisen.

    Leider habe ich es schon erlebt, dass ein Problem erfolgreich behoben wurde, aber durch entsprechende Korrelationen von Funktionen sich wieder neue Fehler eingeschlichen haben.

    Es gibt halt keine Perfektion, wie auch Stephen Hawking mehrfach gerne zum Ausdruck brachte.
    Was ich sehr bedauerlich finde, ist die offensichtliche Tatsache, dass Programmierer ihr Werk oftmals bereits als erfüllt betrachten, selbst wenn dies einer kritischen Prüfung nicht standhält. Die müssten sich eigentlich für den finalen Kontroll-/Prüflauf erst einmal als User anmelden und dann alle Funktionalitäten kritisch durchlaufen, dann wären die Mängel augenscheinlich nicht zu verkennen. Da das jedoch nicht der gängigen Arbeitsweise entspricht, sind die Techniker wohl weiterhin auf unser wachsames Auge und unsere Mitwirkung (Mitteilungen) angewiesen.

     

     

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