Protestsongs zum Thema "Tierschutz / Tiertransporte"

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  • #2471

    sigrebe
    Teilnehmer

    Ich habe aufgrund der kürzlichen Berichterstattung zum Thema „Tiertransport“ 2 bekannte Songs mit eigenem Text überarbeitet. Das eine heißt „War ein Rind“ (passend auf den Song von Peter Maffay „War ein Land“), das zweite heißt „Ich seh den Silberstreifen nicht mehr“ (passend auf den Song von Hans Hartz „Die weißen Tauben“) – Ich möchte mit den Liedtexten möglichst viele Menschen erreichen, weiß aber leider nicht, wie ich das anstellen soll bzw. welche Möglichkeiten mir dafür zur Verfügung stehen. Ich kenne mich mit den technischen und rechtlichen Voraussetzungen (Bedingungen) nicht aus, möchte aber dennoch einen Beitrag leisten, weil ich nicht mehr tatenlos zusehen kann, welches Unrecht den armen Tieren Tag für Tag zuteil wird.
    Hat vielleicht jemand eine Idee, was man damit anstellen könnte? Ich wäre auch gerne bereit dazu, meine Texte im Rahmen schon geplanter oder bestehender Aktionen oder Publikationen zur Verfügung zu stellen.

     

  • #2585

    sigrebe
    Teilnehmer

    Ich habe erreicht, dass mein Liedtext „War ein Rind“ im Rahmen eines Beitrags über Tiertransporte im nächsten PROVIEH-Magazin abgedruckt wird.

    „PROVIEH ist Deutschlands erfahrenster Tierschutzverein für Nutztiere. Seit 1973 setzen wir uns für eine artgemäße Tierhaltung und gegen die industrielle Massentierhaltung in der Landwirtschaft ein. PROVIEH arbeitet wissenschaftlich und sachlich. Grundlegende Motivation ist das Verständnis von „Nutz“tieren als intelligente und fühlende Wesen.
    Unsere Arbeit vereint Veganer, Vegetarier und Fleischesser. Wir sind die Schnittstelle zwischen Verbrauchern, Lebensmitteleinzelhandel, Politik und Landwirten.“

    Laut Stiftung Warentest gehört PROVIEH zu den sechs besten gemeinnützigen Organisationen im Bereich Tier- und Umweltschutz.

    PROVIEH findet man auch bei benefind, gooding, facebook und Twitter
    ______________________________________________________
    http://www.provieh.de

  • #2586

    idgie
    Teilnehmer

    klasse – das ist ein schöner Erfolg

    Herzlichen Glückwunsch!

    • #2587

      sigrebe
      Teilnehmer

      ganz lieben Dank !

  • #3250

    sigrebe
    Teilnehmer

    Endlich ist es soweit. Mein Songtext zum Thema Tiertransporte wurde als Leserbrief im PROVIEH-Magazin, Ausgabe 01-18 (Seite 40/41) abgedruckt.

    https://provieh.de/downloads_provieh/PROMA-01-18_internet.pdf

    Leider ist der von der Redaktion gewählte Schrifttyp im Heft nicht so gut lesbar.
    Daher nachfolgend noch einmal der vollständige Text, den ich passend auf den Song „War ein Land“ von Peter Maffay verfasst habe.

     

    War ein Rind

    War ein Rind, das hatte leider keine Zukunft mehr –
    durch die Enge und die Hitze fiel ihm das Atmen schwer.
    Es knickte ein und ging zu Boden und sein Schicksal brach nun an –
    denn die Beine der andern Rinder haben dann den Rest getan.

    War ein Kalb, noch viel zu jung, auf einer langen Fahrt,
    schon getrennt von der Mutter, als wär’ das nicht schon hart,
    musste dursten und auch hungern bis es endlich kam ans Ziel,
    wo es müde und entkräftet in sich zusammenfiel.

    War ein Pferd auf dem Wege zu einem neuen Ort,
    es verbrachte viele Tage auf einem Viehtransport.
    Aus den Augen liefen Tränen und es sah dich traurig an,
    so als wollte es dich fragen, warum tust du mir das an?

    War ein Schaf, das vermisste seine Weidefläche sehr,
    eingepfercht im Container war es unerträglich schwer.
    Es war heiß, gab kein Wasser und die Lüftung hat versagt,
    und zu allem Überfluss hat man die Weiterfahrt vertagt.

    War ein Schwein, das war trächtig, und die Tränke war versiegt
    und kein Platz war vorhanden, keine Chance, dass es mal liegt,
    der Transport kam ins Stocken und es quälte sich die Fracht
    und man hörte noch sein Quieken bis lange in die Nacht.

    Fuhr ein Schiff auf langer Reise, voll beladen übers Meer,
    dicht gedrängt gestresste Rinder, eines quälte sich so sehr.
    Kommt ein Kran und erfasst es, zieht am Vorderbein es raus,
    hängt es auf und dann kracht es, denn sein Bein hält das nicht aus.

    Und das Spiel geht so weiter, an jedem neuen Tag,
    das Leiden nimmt kein Ende, weil wir nicht verstehn,
    menschlich sein heißt, andre Wege gehn!

    Angst und Stress, Durst und Hunger und Misshandlung noch dabei,
    glauben wir, dass dieses wirklich für uns Menschen so nötig sei.
    Wo verstecken wir die Würde, wo sind Anstand und Moral
    oder ist uns dieses Schicksal der Tiere doch so egal?

    Lasst uns alle dafür kämpfen, dass sowas nicht mehr geschieht,
    dass der Mensch all das Unrecht an den Tieren nicht übersieht.
    Wenn wir schweigend dabei zusehn, sind auch wir mit schuld daran,
    dass man diesen schlimmen Zustand nicht mehr verändern kann.

    Es ist Zeit, aufzuwachen aus dem Dornröschenschlaf,
    denn das sind wir ihnen schuldig, jedem Schwein und jedem Schaf.
    Lasst uns alles möglich machen, was in unsern Händen liegt,
    dass am Ende die Vernunft doch über allem andern siegt.

    Kommt und lasst uns allen zeigen, dass wir Menschen noch menschlich sind,
    dass mit Achtung wir behandeln, jedes Pferd und jedes Rind.
    Denn wir müssen es verhindern, dass das Mitgefühl erfriert
    und am Ende man den Glauben an die Menschlichkeit verliert.

     

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