Konzept Lebensmittel untereinander tauschen/verkaufen + Erntehelfer/Verteiler

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  • #1984

    girlitz
    Teilnehmer

    Hallo,

    mein Freund und ich würden gerne eine Tauschbörse für Lebensmittel für einen kleinen Umkreis von 5 Dörfern eröffnen. Wir würden gerne private Gärtner beim tauschen ihrer Lebensmittel unterstützen, älteren Menschen bei der Ernte helfen, vielleicht sogar Jugendliche als Erntehelfer vermitteln und die Lebensmittel auch verteilen fahren.

    Auf der anderen Seite möchten wir auch Menschen ohne eigenen Gärten in den Genuss der guten Lebensmittel kommen lassen und ihnen die Lebensmittel zu einem ehrlichen Preis verkaufen, welcher dann nach Abzug einer kleinen Aufwandentschädigung an den Erzeuger weitergereicht wird.

    Meine Frage: Ist es überhaupt möglich, so etwas aufzuziehen ohne in den Konflikt mit irgendwelchen Gesetzen zu kommen? Darf man Lebensmittel von privaten Gärtnern kaufen und weiterverkaufen oder tauschen? Wir selber würden natürlich Gewerbe anmelden, aber was ist mit den Erzeugern, muss jeder Erzeuger dann Gewerbe anmelden (auch wenn er nur die Äpfel von seinem Apfelbaum verkauft)? Darf man auch Marmeladen o.ä. von privaten Erzeugern verkaufen?

    Ist es vielleicht sogar besser einen Verein zu gründen? Darf man ohne die Erzielung von Gewinn Lebensmittel untereinander tauschen?

    Wir selber tauschen seit vielen Jahren Obst und Gemüse mit befreundeten Gärtner Pärchen, ich denke es gibt noch viele andere Dorfbewohner, die gerne ihre Lebensmittel tauschen würden, aber gerade älteren Menschen fehlt eine Plattform und sie sind meist nicht mehr mobil (deswegen die Idee mit der Auslieferung und Erntehilfe).

    Mit der geplanten „Lebensmittel-Dorfzeitung“ sollen alle Bürger der Gemeinde die Möglichkeit haben, ihre Lebensmittel anderen Bewohnern anzubieten.

    Da wir beide Vollzeit arbeiten hatten wir z.B. gedacht, dass wir einen Sonntag im Monat tauschen fahren. Die Erntehilfe würden wir gerne an Jugendliche vermitteln (die Dorfzeitung soll einmal im Monat zusammen mit der üblichen Dorfzeitung an alle Einwohner verteilt werden). Die Durckkosten würde die Gemeinde übernehmen.

  • #1999

    Maria_L
    Teilnehmer

    Solange das Ganze ohne die geringste Gewinnabsicht in gegenseitiger Nachbarschaftshilfe von privat an privat getauscht wird, ist das keine Sache, wonach ein Hahn kräht.
    Natürlich nur solange es keine Probleme gibt, mit Hygiene oder weil mal wieder jemand Bärlauch mit Maiglöckchen verwechselt hat.

    Sobald ein Glied in der Kette Geld dafür verlangt,  sieht die Sache anders aus.
    Dann interessiert sich nicht nur die Lebensmittelaufsicht dafür, sondern auch das Finanzamt.
    Schaut doch mal bei Mundraub.org, sich bestimmt schon Gedanken zu dem Thema gemacht.

    Ich sehe gerade, man kann dort Gruppen gründen.
    Das ist doch vielleicht genau das, was Ihr braucht.
    https://www.mundraub.org/community/groups

    Was die Mithilfe beim Ernten angeht, gilt das Gleiche.
    Solange es im Rahmen der Nachbarschaftshilfe passiert, kein Thema.
    Sobald Geld fließt und das ganze professionell organisiert ist – da zählt auch die Bekanntmachung über die Dorfzeitung dazu – wird es haarig.

    Zumindest wenn jemand einen Unfall hat und zu Schaden kommt.
    Das kann ja beim Ernten schnell passieren und dann ist der Ärger riesig.

    Verein könnte eine Lösung sein, da kenne ich mich aber nicht aus.
    Erkundigt Euch doch mal, der BUND Naturschutz hat Streuobst-Projekte, wo die Gruppe gemeinsam Obstbäume pflanzt, pflegt und erntet.
    Die haben sicher auch eine Lösung für die Versicherung in solchen Fällen.

    Oder bei Gartenbauvereinen, die sollten sich da auch schon Gedanken gemacht haben.

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