Klimaschutz : Der leichteste große Hebel

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  • #2408

    berniewa
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    Der sozusagen am schnellsten und einfachsten* umzulegende Hebel zur „Klimarettung“ (das 1,5 bis 2 Grad Ziel) ist, den Verbrauch von Produkten aus Fleisch, Milch und Eiern deutlich zu verringern.

    (* gewissermaßen ‚technisch‘ am einfachsten, obgleich leider nicht ‚psychologisch‘)

    Gebäude müssen erst aufwändig saniert werden (und werden das zudem oft gar nicht umweltfreundlich),
    Solar- Wind- und Wellenkraftanlagen müssen erst gebaut und installiert werden.
    – was Alles auch getan werden muss, mehr als bisher;
    Das dauert aber Jahre bis Jahrzehnte – umso mehr, als es in den letzten 10 Jahren massiv ‚verschlafen‘ wurde (relativ zu den eigentlichen Möglichkeiten)
    – aufgrund miserabler Energie- Verkehrs- und Wirtschaftspolitik usw.

    Allerdings kann jede/r sofort, ab heute, den eigenen Konsum von Produkten aus Fleisch, Milch und Eiern
    deutlich reduzieren;

    evtl. zunächst in kleineren, dann in größeren Schritten.
    (psychologisch vielleicht ähnlich wie beim Tabakrauch den Trick anwenden,
    sich zunächst erstmal für jeden neuen Tag oder Einkauf einzeln/extra vorzunehmen:
    „H e u t e/d i e s m a l
    konsumiere ich ‚mal ganz deutlich w e n i g e r Fleisch usw.“

    Wenn z.B. jede/r Bundesbürgerin/er nur 3 mal pro Woche auf Fleisch/Wurst verzichten würde,
    könnte das zu einer jährlichen Einsparung von
    25 bis 30 M.i.l.l.i.o.n.e.n. Tonnen Treibhausgas-Emissionen (CO2, CH4 (Methan), N2O (Lachgas)) führen. [Für Berechnungen dieser Art vgl. z.B:
    http://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/ ]

    Mittelfristig kann natürlich auch die Politik könnte dafür zusätzlich günstige Rahmenbedinungen dafür schaffen,
    z.B. die Ausnahmen für Mehrwertsteuer, die Fleisch und Milchprodukte massiv gegenüber Gemüse begünstigen, einfach abschaffen
    (um das populärer zu machen, evtl. die ’normale‘ MWSt auf Lebensmittel insgesamt dafür z.B. um 2 % senken) u.v.a.

    Das einzige ‚Problem‘ bei weniger tierischer Nahrung, nämlich Vitamin B12 weiterhin ausreichend zu erhalten (was z.B. in Leber enthalten ist),
    ist aber heute extrem leicht lösbar; einerseits ist das Vitamin z.B. auch in Sauerkraut,
    aber auch in vielen Algen …, und schließlich heutzutage auch leicht über Vitaminpillen erhältlich.
    Übrigens kann Vitamin B12 Mangel auch bei hohem Fleischkonsum auftreten, denn keineswegs jede Art von Fleisch
    enthält auch viel dieses Vitamins.

    p.s: Von anderen Folgewirkungen hohen Fleischkonsums mal ganz abgesehen
    (bzw. dann implizit den mehrfachen positiven Nebenwirkungen, wenn er reduziert wird)
    Dazu hier eine exzellente Zusammenfassung

  • #2409

    berniewa
    Teilnehmer

    einfach ist natürlich auch der Wechsel zu einem echten Ökostrom-Anbieter wie z.B EWS , Greenpeace Energy (bietet sogar Wind-Gas als Ersatz für Erdgas an) und Naturstrom … (um 3 in Deutschland zu nennen)

  • #2410

    berniewa
    Teilnehmer

    am Rande, z.B. für Alle, die irrtümlich denken, zur Düngung usw seien doch auch viele Tiere nötig, sodass eine massive Verringerung von Fleisch/Milch…Konsum (z.B. auf ein Hundertstel gemessen an heute) ohne Kunstdünger und damit ökol.gar nicht gehen würde,

    empfehle ich z.B. dieses Erklär-Video zur sogeannten „bio-veganen“ Landwirtschaft von der Hochschule Eberswalde und anderen …
    https://www.youtube.com/watch?v=n_irFCDD8Eo&feature=share 😉

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