Home-Office – Eine sinnvolle Alternative zum Weg ins Büro

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  • #7131

    Denkenderbuerger

    Eine umweltfreundliche und sozialpolitisch sinnvolle Möglichkeit in der Arbeitswelt wurde bisher in der öffentlichen Betrachtung leider viel zu wenig beachtet:
    Das Home-Office.

    Wieso muß ein Sachbearbeiter oder ein Verwaltungs-Mitarbeiter, der sowieso überwiegend mit Akten kommuniziert unbedingt jeden Tag ins Büro fahren?
    Einen Großteil der Arbeit könnte er genauso gut mit dem Computer von zu Hause aus erledigen. Ein oder zwei mal pro Woche zur Besprechung und/oder zu den Sprechzeiten im Büro zu sein würde in vielen dieser Fälle ausreichen.
    Das würde die Umwelt erheblich schonen, da er sich viele Wege mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln spart. Zudem könnten seine Anwesenheitszeiten vielfach so gelegt werden, daß bei der An- und Abfahrt zum Büro Stoßzeiten vermieden werden.
    Auch hat die Sache einen nicht unerheblichen sozialpolitischen Aspekt, lassen sich doch so Familie und Beruf wesentlich besser miteinander vereinbaren.

    Zum Glück tut sich da derzeit im Arbeitsrecht momentan ganz offenbar was – siehe Anhang. Mal sehen, wohin die Reise geht …

    https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/spd-plant-recht-auf-home-office-fuer-alle-arbeitnehmer-15972615.html

  • #7164

    dolla
    Teilnehmer

    Ich bin auch damit einverstanden, dass das Homeoffice sehr viele Vorteile hat. Das ist eine gute Möglichkeit, umweltfreundlich zu leben.

    • #7165

      Denkenderbuerger

      Kann natürlich auch passieren, was mir passiert ist und man plötzlich 3 Arbeitsplätze hat:
      Einmal im Büro, einmal im Home-Office und einmal im Auto bzw. im Außenbereich … (grins)

  • #7166

    lunatu
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich habe lange mit dem Gedanken gespielt, im Homeoffice zu arbeiten. Diese Idee hat mir immer gefallen. Das Wichtigste war für mich die Kommunikation mit Kunden zu organisieren. Mir wurde virtuelle telefonanlage https://mango-office.com/de/virtuelle-telefonanlage/ empfohlen. In meiner Situation ist das eine gute Lösung. Seit ein paar Monaten arbeite ich im Homeoffice und bin sehr zufrieden. Außerdem ist das umweltfreundlich.

  • #7168

    Serenity
    Teilnehmer

    Wenn allerdings im Winter statt ein Büro mit 4 Leuten plötzlich vier mal im Home Office die Heizung hochgedreht wird, statt einer Bürolampe an vier verschiedenen Orten das Licht leuchtet etc, wie hoch ist da der Effekt des Umwelt schonens tatsächlich.

    Umweltschonend wäre es doch, wenn die Leute statt Auto Bus und Bahn oder sogar Rad nutzen würden.

    Im Grunde ist Home Office auch für das Team suboptimal, da man sich durch den Abstand weniger vertraut ist. Natürlich hat Home Office an sich den Vorteil (sofern man die Disziplin dafür aufbringt), dass ein konzentriertes Arbeiten möglich ist, da nicht Kollegen in Redelaune den Arbeitsfluss stören. Generell halte ich eine Zwischenlösung für einen Versuch wert. Also eine feste Anzahl an Tagen, wo man im Home Office arbeitet und dafür den Rest ins Büro pendeln.

  • #7174

    Denkenderbuerger

    Mit dem Fahrrad oder den „Öffis“ ins Büro – das mag zwar für Großstädter angehen, aber nicht für den Rest der Arbeitnehmerschaft.
    Für mich wären die 25 Kilometer ins Büro, die ich mit dem Auto locker in einer halben Stunde schaffe mit öffentliche Verkehrsmitteln eine halbe Weltreise. Und das Fahrrad scheidet für den Weg dorthin perse aus – ich bin schließlich nicht lebensmüde! Vielen geht das leider ähnlich wie mir.
    Ein gesundes Mißtrauen und ein gesundes Maß an zwischenmenschlicher Distanz ist in einem Team für die Zusammenarbeit oft zweckdienlich:
    Da schaut jeder dem anderen eher auf die Finger und weise den anderen eher auf Fehler hin. In Sinne der Arbeits-Effektivität und eines vernünftigen, durchdachten Arbeits-Ergenisses ist das zumindest kein Nachteil.
    Und im Übrigen habe ich extra eine Art mobiles Büro (Laptop mit mobilem Internetzugang) geben lassen, um mir bei Außen-Terminen und für die Bearbeitung verschiedener Sachen den Weg ins Büro zu sparen. Aus gleichem Grund habe ich mir auch zu Hause einen Schrank für Akten und Unterlagen freigeräumt.

  • #7728

    Nu-topia
    Teilnehmer

    Denke Home-Office ist eine sehr gute Alternative und vor allem auch der „Trend“ der Zukunft. Arbeitgeber müssen lernen ihren Arbeitnehmern mehr zu vertrauen und denen auch den Freiraum geben eine gesunde Work-Life-Balance zu finden.

  • #7840

    tire
    Teilnehmer

    Arbeitgeber müssen lernen ihren Arbeitnehmern mehr zu vertrauen und denen auch den Freiraum geben eine gesunde Work-Life-Balance zu finden.

    Am Vertrauen fehlt es glaube ich nicht. Es ist vielmehr das Zweite, die Work-Life-Balance und weitere (Fürsorge-) Pflichten, die der Arbeitgeber nicht ausüben kann aber muß:

    – Einhaltung von Pausen- und Arbeitszeiten
    – Einhaltung des Datenschutzes
    – Einrichtung des Homeoffices, IT-Anbindung und IT-Sicherheit
    – Sicherstellung der Teamkommunikation; „menschlicher Kontakte“
    – …

    Home Office – Arbeiten eignen sich nur für bestimmte Funktionen und
    Tätigkeiten, die sich sowieso problemlos outsourcen lassen würden.
    Günstig ist es durch die Büroeinrichtung und IT-Anbindung auch nicht
    unbedingt und für Kleinbetriebe mit viel „menschlicher Kommunikation“
    auch nicht leistbar.

  • #7843

    norbert-brummer
    Teilnehmer

    Ich kenne niemanden der von zu Hause aus arbeiten könnte…

    Eigentlich bin ich immer verwundert, wie oft und in welchem Ausmaß diese Alternative diskutiert wird – eben weil ich niemanden kenne oder auch nur von jemanden gehört habe der so etwas macht.

    Aber mal angenommen meine Angestellten können von zu Hause aus genauso arbeiten wie aus dem Büro, ja dann schicke ich die doch alle nach Hause und spare mir die Miete für das Büro (ja, ich weiß, sehr plakativ… aber es trifft es doch ziemlich gut).

    Wenn das Homeoffice wirklich eine große und funktionierende Alternative ist, dann wird es sich alleine durchsetzen. Kapitalismus und so….

     

    • #8092

      Aurum
      Teilnehmer

      Wirklich nicht? Ich kenne sogar sehr viele. In meinem Bekanntenkreis habe ich mehrere, die Home Office machen dürfen und damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

      Einig sind sich alle darin, dass sie es nicht als Komplettlösung sehen, sondern einen Ausgleich zwischen Büro und Home Office brauchen, weil sonst auch die Teamzusammenarbeit leidet. Doch sie meinen auch, dass sie an einem Home Office Tag oft wesentlich produktiver sind, weil sie ungestört sind und es nicht dauernd Unterbrechungen gibt, wie im Büro, wo da ein Kollege zum Plauschen vorbeikommt, hier der Zimmerkollege ständig dazwischen quatscht.

  • #8075

    tire
    Teilnehmer

    ich hatte mich oben eigentlich mehr an dem Wort „Arbeitgeber“ gestoßen und mit dem Wort „Outsourcing“ darauf hinweisen wollen, dass alles, was man gefahrlos outsourcen kann, häufig bereits vom Homeoffice aus läuft, z.B. :
    – Kontierung und Buchhaltung
    – Callcenter-/Kontaktertätigkeit für den Vertrieb und Aussendienst
    – individuelle Schreibarbeiten (bereits obligat für Rechtsanwaltskanzleien, Gutachter und Ärzte)
    – Massenanschreiben mit Ausdruck und Versand (Werbebriefe)
    – Übersetzungen von Texten und Büchern
    – redaktionelle Bearbeitung von Bedienungsanleitungen
    – Visualisierung und Design für Präsentationen
    – ….

    Bloß, das sind alles mal Arbeitnehmertätigkeiten gewesen, die heute überwiegend von Selbständigen ausgeführt werden. Soll heißen, wir gehen heute ganz selbstverständlich davon aus, dass diese Dienstleistung von „Freien“ (Selbständigen) erbracht werden und es ist heute nicht mehr bewusst, dass dies mal vor vllt. noch 10  Jahren feste Arbeitsplätze in Firmen oder Kanzleien waren.

    Somit grenzt sich Homeoffice fast nur noch auf den Öffentlichen Dienst ein, wo man sowieso die Beschäftigen bezahlen muß, egal ob die Tätigkeit outsourced oder Inhouse ausgeführt wird.

    Ausserdem schliesst sich Homeoffice aus bei Tätigkeiten, die aus wettbewerblichen oder rechtlichen Gründen erfordern, dass die Unterlagen in der Firma bzw. im Amt verbleiben und nur ein kontrollierter Zugang gewährleistet ist.

  • #8224

    Sedin Hrnjic
    Teilnehmer

    Ich finde es auch vollkommen in Ordnung wenn man von zuhause arbeitet.
    Ich meine, so spart man sich das fahren und vor allem kann man zwischendurch auch mal entspannen.
    Aber viele wollen nicht von zuhause arbeiten denn sie können privates und berufliches nicht trennen.. Da muss man sich dann einfach mal umsehen und sich selbst im klaren werden was man will.

    Ich habe 9 Mitarbeiter, die arbeiten aus unseren Büros.
    Da habe ich auch dafür gesorgt, dass alles wirklich auch so gut gestaltet ist dass die sich wohl fühlen.

    Ebenso habe ich uns alle abgesichert.
    Bei https://www.hiscox.de/geschaeftskunden/vermoegensschadenhaftpflichtversicherung/ habe ich Vermögensschadenhaftpflicht gefunden, man weiß ja nie was so passieren kann..

    Aber gut, jedem das seine.

  • #8225

    Serenity
    Teilnehmer

    Es wird auch schon schwieriger, wenn man sehr kleine Kinder zu Hause hat. Denn denen ist es schwer zu erklären, dass Mama oder Papa auf Arbeit ist, obwohl sie doch eigentlich zu Hause sind. Das verstehen teilweise nicht mal die erwachsenen Freunde und meinen zu jeder Zeit mal auf einen Kaffee vorbeikommen zu können. Home Office erfordert definitiv viel Disziplin.

     

     

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