Habt ihr auch "Umweltsünden" auf die ihr nicht verzichten wollt?

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  • #1637

    Ich hoffe ich werde für meine Frage nicht gleich ausgebuht oder beschimpft.
    Mich interessiert ob ihr auch eine Umweltsünden Leiche habt von der ihr euch nicht trennen oder auf die ihr nicht verzichten möchtet.
    Ich hoffe das diese Frage hier her passt, ich befinde mich nur oft im Zwiespalt, einerseits achte ich sehr darauf was und wie ich kaufe/koche usw andererseits fahre ich eine große Umweltsünde (ist allerdings mein Traumauto).
    Wie geht ihr mit solchen Dingen um?

    gepostet in der Utopia-Facebook-Gruppe von Kerstin

    Anmerkung der Redaktion:

    Wir übertragen ab und an Beiträge aus der Utopia-Facebook-Gruppe in unseren Gruppenbereich, weil wir glauben, dass die Antworten dazu spannend und wertvoll für verschiedene Nutzer sein können, die eventuell nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs sind. Deshalb freuen wir uns auf euren Input.

  • #2050

    idgie
    Teilnehmer

    na, aber klar – jede Menge, das muß ich leider zugeben.

    Bin eben auch nur ein Mensch…

    Speziell bei billigen Textilien kann ich manchmal nicht nein sagen, obwohl mir mein Verstand sagt, dass ich daran denken sollte, wie sie produziert werden etc. Seufz, aber ich arbeite dran…

    Und ich finde, genau darum geht es. Wir müssen ja nicht gleich alle sofort zu Radikalinskis und Zero-Waste-Selbstversorgern werden, aber viele kleine Schritte in die richtige Richtung bringen uns schon weiter. Mal einfach das normale Schnitzel gegen eine vegane Variante austauschen ist schon mal ein Anfang ☺.

  • #2248

    Vetch
    Teilnehmer

    Mein Computer ist wahrscheinlich meine größte Umweltsünde.

    Dann der ganze grässliche Gelbe-Sack-Müll vom Katzenfutter. In meiner perfekten Welt gibts keine Autos in den Städten und unsere Katzen versorgen sich größtenteils selbst.

  • #2804

    maracuja22
    Teilnehmer

    Bei mir sind das zwei Sachen: meine Lieblingssüßigkeiten sind leider in unnötig viel Plastik verpackt. Und einmal im Jahr mache ich eine Flugreise. Mit umweltfreundlicheren Verkehrsmitteln kommt man leider nicht so weit. In Sachen Kleidung habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, max. 10 Teile zu kaufen. Denn eigentlich habe ich ja genug zum Anziehen.

  • #3301

    norbert-brummer
    Teilnehmer

    Oh ja…

    Ich war schon mit 16 in der „Umwelt AG“, kaufe im Bioladen, Kleidung Fair Trade und all das ganze Zeug…

    Aber ich hatte und schon immer Kraftfahrzeuge…

    Das ist so eine Art Hobby. Auch wenn ich in der Norddeutschen Provinz lebe, brauchen tue ich kein Auto.

    Nichts desto trotz habe ich zwei Motorräder, einen VW Käfer und einen VW T3.

    Ich nutze die Fahrzeuge nicht sehr oft, aber missen möchte ich sie irgendwie auch nicht.

     

  • #3304

    krawalla
    Teilnehmer

    Wer glaubt ohne Schuld zu sein der werfe den ersten Stein ; )

    Bei mir verhält es sich folgendermaßen:

    Ich beziehe seit über 10 Jahren Ökostrom und liege im Verbrauch weit unter dem Durchschnitt.

    Mein Plstikmüll besteht aus einmal im Monat in der Umverpackung meiner Kaffeebohnen und die Verpackung von Lidschatten und Wimperntusche.

    Bei Kleidung kaufe ich nur dass was ich wirklich brauche und das auch nur ökologisch und fair.

    Ich esse kein Fleisch und Obst und Gemüse kaufe ich saisonal und regional.

    Ich besitze nicht mal einen Führerschein, erledige also alles zu Fuß oder mit ÖPNV.

    Meine Umweltsünde auf die ich nicht verzichten möchte.

    Schuldig im Sinn der Anklage! :\

    Ich fliege einmal im Jahr nach Irland. Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass meine Tochter seit 6 Jahren dort lebt und ich deswegen nicht darauf verzichten möchte.

    • #3309

      Vetch
      Teilnehmer

      Obwohl ich auch was in diese Diskussion hier reingeschrieben habe, bin ich mir gar nicht genau im Klaren darüber, was sie bewirken soll. Ermutigung, hoffe ich doch. Auf jeden Fall gehts bestimmt nicht um „Schuld“ (auch ein sehr umweltverbrunzendes Konzept, „Schuld“) und Verurteilen.

      Wie du selbst weißt bist du vorbildlich mit deinem wenigen Müll und Konsum. Also viel Freude weiterhin in Irland. =)

  • #3311

    krawalla
    Teilnehmer

    Genau so habe ich den Beitrag auch verstanden. Schließlich muss bei allem Umweltbewusstsein das eigene Leben noch funktionieren und vor allem Spaß machen. Selbstkasteiung wäre sicher kontraproduktiv weil es nicht lange durchzuhalten ist.

    Ich lebe mitten in einer Großstadt. Mein Obst und Gemmüsehändler ist gleich um die Ecke, der nächste Biosupermarkt ist ein Stück die Straße rauf, in der mitte des Weges liegt der Handwerksbäcker und zur Arbeit ist es nur 1km. Da fällt es leicht auf ein Auto zu verzichten, genau genommen ist es sogar eine Erleichterung weil ich nie einen Parkplatz suchen muss.  Für jemanden der ländlich in einer Gegend in der nur einmal die Stunde ein Bus fährt kann auf ein Auto nicht verzichten. Jeder hat irgendetwas auf das er nicht verzichten möchte oder kann.

    Es muss ja auch nicht einer alleine die Welt retten, wenn jeder dass macht was für ihn machbar ist sind wir gemeinsam auf einem guten Weg.

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