Erfahrungen mit der Einnahme von Vitamin D

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  • #1192

    Deutschland sei, besonders im Winter, ein „Vitamin D Mangel Staat“, heißt es. Werbebroschüren für kostenpflichtige Zusatzleistungen beim Hausarzt suggerieren, dass es unbedingt notwendig sei, teure Vitaminpräparate zu nutzen, um den Vitamin D Bedarf zu decken. Was steckt dahinter? Geschäftemacherei oder gesundheitliche Aufklärung? (Den passenden Artikel auf Utopia findet ihr hier.) Was sind eure Erfahrungen und Empfehlungen in Sachen Vitamin D?

  • #1219

    Maria_L
    Teilnehmer

    Ich denke, man kann das nicht so pauschal sagen.
    Es kommt natürlich auf die Ernährung an und darauf, wie man sich bezüglich Sonne verhält.
    Ich käme nicht auf die Idee Vitamin D zusätzlich zu nehmen.
    Ich ernähre mich allerdings auch sehr vielseitig und mein Mann und ich achten darauf auch im Winter bei jedem Wetter in der Mittagszeit eine Stunde im Freien zu sein.
    Mein Mann ist da sehr streng mit mir, wenn ich mal zu faul bin. 😉
    Und er rechnet mir dann immer vor, daß auch bei dem ganz bedeckten Nebelwetter immer noch viel mehr Einstrahlung ist, als unter der besten Tageslicht-Lampe.

    Und im Sommer sind wir sehr viel – leicht begleitet – an der Sonne unterwegs und gehören nicht zu denen, die sich regelmäßig mit Sonnencreme einschmieren – außer in den Bergen oder am Meer.

    Ich las, daß diese starken Sonnenschutz-Cremes ein Problem darstellen, weil die Haut gar nicht mehr genug Sonne abbekommt, um Vitamin D zu erzeugen.
    Und Angst vor Sonne wurde in den letzten Jahren stark forciert.

    Dann ist es vermutlich auch eine Altersfrage.
    Meine Eltern gehen seit Jahr und Tag jeden Tag im Schnitt 2 Stunden spazieren.
    Vor einigen Jahren wurde bei beiden extremer Vitamin D Mangel fest gestellt.
    Das kann an 50 Jahren vegetarischer Ernährung liegen oder am Alter.
    Jedenfalls hatten sie auch beide plötzlich eine Immunschwäche, die sich mit Einnahme von Vitamin-D-Präparaten wieder vollständig gegeben hat.

    Der Naturheilkundlich ausgerichtete Allgemeinarzt meiner Schwester empfiehlt die Einnahme im Winter bei Grippe Epidemien statt Impfung.

    Frage 10 Fachleute und Du wirst mind. 12 Meinungen hören. 😉

    Ich denke, man muß folgende Fragen stellen und dann im Einzelfall  entscheiden:
    1. Wieviel Sonnenlicht bekomme ich auf die nackte ungeschützte Haut?
    2. Wieviel Vitamin D nehme ich über die Ernährung auf?
    3. Bestehen chronische Krankheiten, die das Immunsystem belasten?
    4. Wird aus Altersgründen evt. schlechter verarbeitet?
    5. Besteht eine Suchterkrankung oder ähnliches?

  • #1221

    Ich hab jetzt mal mein Blut testen lassen. Ergebnisse kommen noch. Ich merke schon, dass ich im Winter deutlich antriebsloser bin. Aber einfach einen „Ersatz“ schlucken mag ich auch nicht, es sei denn, es ist diagnostiziert und empfohlen.

    Respekt an euch, dass ihr so konsequent raus geht. Da hast du aber einen guten Mann an der Seite, wenn er darauf so gut aufpasst. 🙂 Bei mir siegt oft der innere Schweinehund, gerade bei der Kälte.

    Die Phobie gegen die Sonne erstaunt mich im Sommer oft auch. Ich sehe inzwischen so oft Kinder von oben bis unten eingepackt in Wasseranzügen (oder was auch immer das ist) am Strand rumlaufen, während meine Kinder wie ich früher fast vollkommen nackt rumspringen. Aber ich muss dazu sagen, dass wir von Natur aus auch wirklich unempfindliche und gebräunte Haut haben.

  • #1229

    Maria_L
    Teilnehmer

    „Da hast du aber einen guten Mann an der Seite, wenn er darauf so gut aufpasst.“
    Ja das habe ich.
    Du hast ja aber auch einen guten Grund, mit Deinen Kindern raus zu gehen. 😉

  • #1582

    verodwen
    Teilnehmer

    Der Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich würde dennoch gerne etwas dazu beitragen 🙂

    Ich habe im Herbst 2016 einen Bluttest machen lassen und dabei auch meinen Vitamin D Spiegel testen lassen. Grund dafür war, dass ich jeden Winter mit einigen Beschwerden zu kämpfen hatte und mich nun endlich auch einmal intensiv mit dem Thema Vitamin D auseinander gesetzt habe.

    Mein Spiegel mit 19 µg/l erwies sich als Mangel und das noch vor der „kritischen“ Zeit (Oktober bis März)… Meine Hausärztin hätte mir dann Vitamin D Tabletten empfohlen, aber ich habe mich selbst nach einem geeigneten Präparat umgesehen, da in den üblichen Nahrungsergänzungsmitteln meist viele zusätzliche und teils fragliche Inhaltsstoffe enthalten sind. Die Lösung für mich waren letztlich Vitamin D3 Tropfen. Preislich nicht teurer als herkömmliche Präparate, keine suspekten Inhaltsstoffe [Orangenöl (pflanzlich), Mandarinenöl (pflanzlich), Olivenöl (pflanzlich), Cholecalciferol (pflanzlich)] und sogar pflanzliches D3 aus Flechten. Das Fläschchen reicht mir nun schon fast 5 Monate. Diesen Winter war ich nun auch das erste Mal beschwerdefrei 🙂

    Das ist jetzt natürlich alles anekdotisch. Dennoch denke ich, dass ich kein Einzelfall bin und ein Vitamin D Mangel aufgrund der diffusen und vielfältigen Symptome oft unbemerkt bleibt. Auch bezweifle ich, dass die Mehrzahl unserer Mitmenschen täglich Lebertran, geräucherten Aal oder größere Mengen Bückling, Hering oder Lachs zu sich nimmt oder nehmen möchte. [Von den Kosten hierfür und den Umwelt-, tierethischen und anderen gesundheitlichen Aspekten einmal abgesehen 🙂 ]

    Und selbst in Kombination mit anderen Lebensmitteln (e.g. Pilze, Eier), die geringe Mengen an Vitamin D enthalten, ist es kaum möglich, zu jeder Jahreszeit eine ausreichende Versorgung über unsere Ernährung sicherzustellen. Hinzu kommen dann auch noch anderen Faktoren wie Alter, Hauttyp und die Wechselwirkung von Vitamin D mit anderen Nährstoffen (e.g. Vitamin K2, Magnesium). Über das Thema Sonne wurde ja schon gesprochen.

    Demnächst werde ich meinen Status nochmal überprüfen lassen und dann, sobald die Sonneneinstrahlung zur körpereigenen Produktion wieder ausreicht, fleißig in die Sonne gehen, damit mein Speicher gefüllt bleibt. Die Tropfen kommen dann vermutlich erst wieder im Winter zum Einsatz 🙂

  • #1583

    Maria_L
    Teilnehmer

    @verodwen, dann bin ich mal gespannt, wie Dein Vitamin D Spiegel aussieht, wenn Du Dich wieder testen läßt.
    Was ich nicht verstehe, reicht denn die Gabe von Vitamin D3? Es sind doch mehrere im Spiel.

    • #1585

      verodwen
      Teilnehmer

      Ich vermute du meinst mit „es sind mehrere im Spiel“ den Unterschied zwischen Vitamin D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol)? Ersteres wird auch gerne als „pflanzliches“ und letzteres als „tierisches“ bezeichnet. Das, was wir durch die Sonne selbst bilden, ist Vitamin D3.

      Vitamin D2 wird im Körper etwas anders verstoffwechselt als Vitamin D3. Vitamin D3 gilt demnach als wirksamer und effektiver den Spiegel zu heben. Nahrungsergänzungspräparate und künstlich angereicherte Lebensmittel enthalten bei uns fast ausschließlich Vitamin D3. Sie haben tierische Fette (Lanolin) als Ausgangsbasis – meist aus Wolle extrahiert. Allerdings gibt es nun eben auch Nahrungsergänzungsmittel wie meine Tropfen mit pflanzlichem Vitamin D3, das aus einer Flechten-Art extrahiert wird. Dieses ist chemisch identisch zum tierischen und wird auch genauso verstoffwechselt 🙂

      Lange Rede, kurzer Sinn. Ja, die Gabe von Vitamin D3 ist ausreichend. Ich werde aber gerne nach dem Test berichten, wie es um meinen Spiegel steht und wie erfolgreich ich war 🙂

      • #1586

        Maria_L
        Teilnehmer

        Ja, das meinte ich, danke Dir.

    • #2030

      verodwen
      Teilnehmer

      Ich wollte nur kurz berichten, dass es tatsächlich geklappt hatte und ich mit der Einnahme der Tropfen meinen Vitamin D Spiegel auf 36.1 µg/l erhöhen konnte 🙂

      Hatte leider völlig vergessen mich nach dem Test wieder hier zu melden, bitte entschuldigt.

  • #2137

    mystic
    Teilnehmer

    Ich selber habe Vitamin D eingenommen.

    Allerdings bin ich mir bei manch solcher Präparate nicht sicher, ob da nicht auch ein gewisser Placebo-Effekt eine entscheidende Rolle spielt.

    Aber das kann jeder für sich selbst ausmachen ?.

  • #2210

    sveniron
    Teilnehmer

    Danke für eure Erfahrungen, das hat mich schon die ganze Zeit interessiert und ihr konntet mir super weiterhelfen damit.

  • #2793

    poskok
    Teilnehmer

    Vitamin D gibt es ja in verschiedenen Formen, Pulver, Pillen, Säfte usw

    Ich nehme Pulver zu mir und bin relativ zufrieden. Was ich aber auch gelesen habe ist, dass Hanf bei verschiedenen Punkten helfen kann. Auf http://www.hanf-magazin.com/die-schattenwelt/selbstschutz/das-restrisiko-beim-guerillagrowing/ habe ich was gelesen zum selbst Anbau. Es soll ja bald auch legal sein anzubauen. Aber dieses Öl was man daraus gewinnen kann ist echt sehr gesund, hilft bei verschiedenen Beschwerden.

    Wie geht es dir denn mittlerweile ?

  • #7620

    sophia_s
    Teilnehmer

    Hallo,

    Also ich nehme auch Vitamin D zu dir, in Tablettenform, und mir geht es dadurch einfach besser. Vitamin D ist einfach eine Art Multitalent für den Körper. Es ist wichtig für gesunde Knochen, die Zellteilung und das Immunsystem im Allgemeinen.

    Leider gab es vor ein paar Monaten eine Zeit, in der ich relativ häufig krank war. So bin ich darauf gekommen Vitamin D zu mir zu nehmen. Ich nehme zwar auch noch andere Präparate, aber hier wurde ja explizit nach Vitamin D gefragt. Ich muss sagen, seitdem ich das Vitamine nehme geht es mir wesentlich besser. Ich bin seitdem nicht mehr so oft krank und wesentlich wacher und fitter. Da ich auch Probleme mit meinem Blutdruck habe, kommt mir das Vitamin auch gelegen, da das Vitamin benötigt wird um den Blutdruck zu regeln, sowie für den Herzmuskel.

    Ich habe mich also vor der Einnahme wirklich gut informiert. Ich möchte meinem Körper nichts zuführen, was er auch nicht wirklich braucht. Die Informationen über das Vitamin D hab ich jetzt hier nachgelesen. Die Seite heißt Vitamindoctor, hat mir mein Hausarzt empfohlen. Meiner Meinung nach sollte man einfach bescheid wissen, welche Präparate und Vitamine bei welchen Beschwerden empfohlen wird. Auf der Seite ist einfach alles zusammengefasst und zu fast jedem Vitamin gibt es einen Artikel.  Finde ich persönlich auch einfach sehr spannend und aufschlussreich. Vielleicht will sich ja auch jemand informieren und ich konnte ich ja weiterhelfen. 🙂

     

    LG!

  • #7631

    MonikaBerta
    Teilnehmer

    Ja, so ungefähr macht man das auch.

  • #7977

    Kassiopeia
    Teilnehmer

    Ich habe mein Blut vor kurzem auch testen lassen und hatte einen Wert von 13 µg/l , also auch einen Mangel. Nächste Woche habe ich einen Termin bei meiner Ärztin, mal sehen welches Präparat sie mir empfiehlt.

  • #7988

    SissyHofferer
    Teilnehmer

    Ich habe eine Freundin, die nach Norwegen ausgewandert ist.
    Sie litt nach ihrer Ankunft unter Haarausfall, schlechter Haut, Müdigkeit,..
    Der Arzt meinte dann zu ihr, dass man es in Norwegen tatsächlich schwer hat, genügend Vitamin D aufzunehmen und hat ihr ein Präparat verschrieben.

    Ich glaube aber nicht, dass es in Deutschland nötig ist… Immerhin haben es die Menschen hier bis jetzt auch gut ausgehalten. Luxusproblem?

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